Berlin

Merkel bekräftigt gemeinsame Werte

Angela Merkel reist zu den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen nach Jerusalem. Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beilegung des Nahost-Konflikts. »Wir brauchen schnellstmöglich eine stabile Zwei-Staaten-Lösung mit einem jüdischen Staat Israel und gleichzeitig auch einer Staatlichkeit der Palästinenser«, sagte Merkel am Samstag in ihrem Internet-Video-Podcast. Am Montag und Dienstag kommen in Jerusalem die deutsche und die israelische Regierung zu den fünften deutsch-israelischen Regierungskonsultationen zusammen.

Merkel bekräftigte, das Existenzrecht Israels sei für Deutschland Staatsräson. Zum einen sei Deutschland »aus der Geschichte heraus gegenüber dem Staat Israel verpflichtet«. Der Holocaust rufe immer wieder dazu auf, »die Lehren aus dieser Geschichte zu ziehen«.

Beziehungen Genauso wichtig sei aber, dass Deutschland und Israel gemeinsame Werte hätten. Merkel: »Israel ist eine Demokratie, und aus dieser Tatsache heraus haben wir auch mit Israel sehr enge Beziehungen.«

Die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen dienten dazu, auch Zukunftsfragen zu besprechen, fügte Merkel hinzu. Als Themen nennt sie den Jugendaustausch, gemeinsame Entwicklungshilfeprojekte in afrikanischen Ländern und die wissenschaftliche Zusammenarbeit. Kritik, die Politik der Bundesregierung sei unausgewogen pro-israelisch, wies sie zurück. epd

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Berlin

Gedenktafel für NS-Gegner Otto Weidt geplant

In Berlin soll der Unternehmer Otto Weidt eine Gedenktafel bekommen: In der NS-Zeit bewahrte er blinde und gehörlose Jüdinnen und Juden vor der Deportation

 26.02.2026

Genf

USA und Iran pausieren Verhandlungen

Es sind womöglich entscheidende Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Nun ziehen sich beide Seiten jedoch erst einmal zu internen Beratungen zurück

 26.02.2026

Online-Handel

Der »Pali Schal« aus Corona-Zeiten

Der führende Parfüm- und Kosmetikhändler Douglas verkauft seit sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz im Kufiya-Design. Jetzt will das Unternehmen den »Pali Scarf« aus dem Sortiment nehmen

von Sophie Albers Ben Chamo, Michael Thaidigsmann  26.02.2026

Köln

Vorerst nicht gesichert rechtsextrem: AfD gewinnt Eilverfahren

Der Verfassungsschutz muss den Ausgang des Hauptsacheverfahrens abwarten

 26.02.2026 Aktualisiert

Berlin

Messerattacke am Mahnmal: Anklage fordert lebenslange Haft

Ein spanischer Tourist wird am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte von hinten angegriffen und schwer verletzt. Der Täter soll den Ort gezielt gewählt haben. Ein Jahr später ist ein Urteil in Sicht

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  26.02.2026

Genf

WEF-Chef tritt nach Prüfung seiner Epstein-Kontakte zurück

Børge Brende sagt: Dies sei der richtige Zeitpunkt für einen Abgang, damit das Forum seine Arbeit »ohne Ablenkungen« fortsetzen könne

 26.02.2026