Umfrage

Mehrheit der Polen sieht Antisemitismus-Problem

Unter dem anfeuernden Johlen zahlreicher Schaulustiger wird die auf dem Boden liegende »Judas«-Puppe mit eigens vorbereiteten langen Stöcken geschlagen (April 2019). Foto: Getty Images

Die Mehrheit der Polen bescheinigt ihrem Land ein Problem mit judenfeindlichen Einstellungen. 53,6 Prozent stimmten in einer Umfrage für die Zeitung »Rzeczpospolita« (Online-Ausgabe Sonntag) der Aussage zu, dass Polen ein Problem mit Antisemitismus habe. Es sei allerdings nicht größer als in anderen europäischen Ländern, erklärten demnach 31,3 Prozent der Befragten.

Kein Antisemitiusmus-Problem hat Polen dagegen nach Auffassung von 29,9 Prozent. Die restlichen 16,5 Prozent hätten hierzu keine Meinung kundgetan, hieß es.

Laut einer Studie der in New York ansässigen Anti-Defamation League (ADL) von November vertreten in Polen 48 Prozent der Bevölkerung antisemitische Positionen - so viele wie in keinem anderem Land. Ähnlich weit verbreitet sind judenfeindliche Stereotypen demnach in Südafrika (47 Prozent), der Ukraine (46 Prozent) und Ungarn (42 Prozent).  kna

Berlin

Schah‑Sohn fordert US‑Militäreinsatz für Irans Freiheit

Bei den Unruhen im Iran riefen Demonstranten seinen Namen. Doch allein kann Schah‑Sohn Reza Pahlavi einen Regimewechsel nicht herbeiführen. Deshalb bittet er die USA um militärische Unterstützung

 12.02.2026

Basel

Antisemitischer Vorfall bei FC Basel gegen FC Zürich – Ermittlungen gefordert

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und fordert strafrechtliche Schritte

 12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Berlin

Van Aken: »Brauchen schärfere Regeln für Waffenexporte«

Der Linken-Vorsitzende reagiert auf die Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts zu Rüstungslieferungen an Israel

 12.02.2026

München

Späte Aufklärung?

Nach 56 Jahren verdichten sich Hinweise auf einen möglichen Täter des Brandanschlags auf das jüdische Altersheim

von Michael Thaidigsmann  12.02.2026

Meinung

Wiesbaden: Wie man dem Antisemitismus und dem Islamismus eine Bühne bietet

Im Haus der Vereine durfte die Jugendgruppe »Salehin« auftreten. Offiziell ging es um eine »kulturelle religiöse Jugendveranstaltung«. Doch tatsächlich wurde dort Propaganda für das Mullah-Regime gemacht

von Daniel Neumann  12.02.2026

Nahost

Julia Klöckner besucht Gazastreifen

Im Oktober 2025 ist das Waffenstillstandsabkommen in Kraft getreten. Nun besucht die Bundestagspräsidentin den von Israel kontrollierten Teil des Gebiets

 12.02.2026

Karlsruhe

Klage gegen Rüstungsexport für Israel scheitert vor Bundesverfassungsgericht

Waffenlieferungen nach Israel lösten in den letzten Jahren schon einige Debatten aus. Ein Palästinenser hat vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen geklagt. Karlsruhe hat sich nun geäußert

 12.02.2026

Washington D.C.

Opfer-Namen in Epstein-Akten: US-Ministerin räumt Fehler ein

Es hagelt Kritik am Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Akten. Nun bezieht Justizministerin Pam Bondi Stellung

 12.02.2026