Claims Conference

Mehr Unterstützung für Schoa-Überlebende

Holocaust-Überlebende sind besonders in der Corona-Krise auf Unterstützung angewiesen Foto: Marco Limberg

Die Claims Conference hat mit der Bundesregierung eine Erhöhung der Mittel für bedürftige Schoa-Überlebende weltweit vereinbart. Die Erhöhung beläuft sich auf 75 Millionen Euro und soll für die häusliche Betreuung verwendet werden.

Dadurch würde es mehr »häusliche Versorgung, Lebensmittel-Hilfen, Medikamente und Fahrdienste für jüdische Schoa-Überlebende« geben, sagte der Präsident der Claims Conference, Julius Berman. Insgesamt belaufen sich die Zuwendungen für das Jahr 2019 somit auf 480 Millionen Euro.

Anerkennung Zwar könne »kein Betrag das unbeschreibliche Leiden der Schoa-Überlebenden ausgleichen, doch die betagten Helden verdienen die Anerkennung, die ihnen durch die dringend benötigte Hilfe« nun entgegengebracht würde, sagte der Vizepräsident der Claims Conference, Greg Schneider.

Die Claims Conference unterstützt nach eigenen Angaben derzeit die häusliche Pflege von rund 76.200 bedürftigen Schoa-Überlebenden weltweit. Zusätzlich würden über 62.000 Überlebende mit alltäglichen Hilfen wie Lebensmittel oder Medikamente versorgt. ja

Berlin

»Eine gute Wahl«: Bundesregierung ernennt von Schnurbein zur Beauftragten für jüdisches Leben

Die 52-jährige EU-Beamtin ist am Mittwoch offiziell zur Nachfolgerin von Felix Klein bestellt worden. Aus den jüdischen Verbänden und Gemeinden kamen unisono positive Reaktionen

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Banaszak: Emdes Fraktions-Aus war Grundlage für Sondierungen

Nach einer neuen Erklärung der Linken-Fraktion stoppten SPD und Grüne die laufenden Gespräche. Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr fordert: Linke muss sich erklären

 14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Bundeschefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer Fraktion zu Antisemitismus dennoch für ausreichend

 14.10.2026

Berlin

Julia Klöckner: AfD-Verbotsverfahren nicht »aus dem Bauch heraus starten«

Die CDU-Bundestagspräsidentin warnt davor, die Rechtsaußen-Partei zum »Märtyrer« zu machen

 14.10.2026

Unterbrochene Sondierungen

Berliner CDU an Grüne und SPD: »Hand ist ausgestreckt«

Die Regierungsbildung zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin stockt. Nach der überraschenden Unterbrechung der Sondierungen meldet sich ein Wahlverlierer zu Wort

 14.10.2026

Ernennung

Zentralrat und Grüne loben neue Antisemitismusbeauftragte

Katharina von Schnurbein soll neue Antisemitismusbeauftragte des Bundes werden. Der Zentralrat der Juden reagiert sehr positiv

von Christoph Arens  14.10.2026

Berlin

Streit um Antisemitismus: SPD und Grüne unterbrechen Sondierungsgespräche

Die Linke will eine rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt schmieden. Doch Grüne und SPD setzen erstmal ein Stoppschild. Auslöser ist der Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus

 13.10.2026

Kontinuität

Bundesratsinitiative für EU-Forschungskooperation mit Israel

Drei Bundesländer wollen die weitere Beteiligung Israels am EU-Forschungsrahmenprogramm sicherstellen. Dazu wird jetzt eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht

 13.10.2026

Kommentar

Der geplatzte Testballon von Halle

Die AfD wird weiterhin versuchen, sich als ganz normale Partei zu inszenieren, wenn es um jüdisches Leben geht. Ein Angriffsziel bleibt es trotzdem. Deswegen müssen wir achtsamer werden, wenn die Angriffe subtiler werden

von Igor Matviyets  13.10.2026