Berlin

»Mehr als besorgniserregend«

Der wachsende Antisemitismus sei »mehr als besorgniserregend«. Bedenken und Sorgen seien heute in der jüdischen Gemeinschaft wieder verbreitet. Das sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei einem Chanukka-Empfang des American Jewish Committee am Mittwochabend in Berlin.

Mit Bezug auf das in knapp zwei Wochen beginnende Lichterfest, das Fest der Wunder, sprach Schuster von einem Wunder, dass es nach der Schoa heute wieder eine vitale, dynamische und zukunftsorientierte jüdische Gemeinschaft gebe.

zukunft Trotz aller Errungenschaften der letzten sieben Jahrzehnte, trotz der positiven Entwicklung, wurden gerade in den letzten Jahren Zweifel lauter, ob jüdisches Leben hier eine Zukunft hat. »Alleine, dass es solche Zweifel gibt, macht deutlich, dass etwas nicht stimmt in unserer Gesellschaft. Und es ist höchste, allerhöchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen«, betonte er.

Der Zentralratspräsident forderte eine klare Absage an Antisemitismus, dieser müsse entschlossen, effektiv und dauerhaft bekämpft werden. Er sei fest davon überzeugt, so Schuster, dass die jüdische Gemeinschaft heute in Deutschland wieder selbstbewusst genug sei und die Stärke besitze, alle Herausforderungen zu meistern. »Ich bin auch davon überzeugt, dass wir es gemeinsam mit allen demokratischen Freunden schaffen werden, uns den Kräften, die versuchen die Gesellschaft zu spalten, erfolgreich entgegenzustellen.«

Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute, sagte, dass sie sich über die immer intensiver werdende Partnerschaft zwischen AJC und Zentralrat freue, auch wegen der immer größer werdenden Herausforderungen für die jüdische Gemeinschaft und die Demokratie. ja

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026

Berlin/Mannheim

Nach Comeback: Mit diesen Aussagen irritiert Xavier Naidoo

Der Mannheimer Soul-Musiker hat auf einer Demonstration in Berlin gegen Kindesmissbrauch unter anderem von »Menschenfressern« gesprochen. Ein Experte hält die Wortwahl für radikalisierend

 18.02.2026

Meinung

Ein Zufall kommt selten allein

Die AfD hat ihren Bundesparteitag auf den 100. Jahrestag eines historischen Treffens der NSDAP gelegt. Das Spiel mit historischen Parallelen ist Teil der Strategie der rechtsextremen Partei

von Ralf Balke  18.02.2026

Dortmund

»Combat 18«-Prozess endet mit Geldauflage für Angeklagte

25 Prozesstage lang saßen vier mutmaßliche Rechtsextreme auf der Anklagebank. Sie sollen eine ebenso verbotene wie antisemitische Organisation betrieben haben

 18.02.2026

Verschwörungsmythen

Hamas-nahe NGO gibt Propaganda-Seminare für Wikipedia

Euro-Med Human Rights Monitor bildet im Gazastreifen gezielt junge Palästinenser darin aus, Inhalte zu Israel und dem Krieg zu verändern

 18.02.2026

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Teheran

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Am Wochenende demonstrierten rund 250.000 Menschen in München gegen Irans Führung. Nun folgt eine Reaktion des Regimes

 18.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 18.02.2026

Washington D.C.

Epstein-Überweisungen an jüdische Jungenschule in Dallas werfen Fragen auf

Die Zahlungen erfolgten nach der Verhaftung des Investors und stammen aus einem von ihm kontrollierten Bankkonto

 18.02.2026