Berlin

»Mehr als besorgniserregend«

Der wachsende Antisemitismus sei »mehr als besorgniserregend«. Bedenken und Sorgen seien heute in der jüdischen Gemeinschaft wieder verbreitet. Das sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei einem Chanukka-Empfang des American Jewish Committee am Mittwochabend in Berlin.

Mit Bezug auf das in knapp zwei Wochen beginnende Lichterfest, das Fest der Wunder, sprach Schuster von einem Wunder, dass es nach der Schoa heute wieder eine vitale, dynamische und zukunftsorientierte jüdische Gemeinschaft gebe.

zukunft Trotz aller Errungenschaften der letzten sieben Jahrzehnte, trotz der positiven Entwicklung, wurden gerade in den letzten Jahren Zweifel lauter, ob jüdisches Leben hier eine Zukunft hat. »Alleine, dass es solche Zweifel gibt, macht deutlich, dass etwas nicht stimmt in unserer Gesellschaft. Und es ist höchste, allerhöchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen«, betonte er.

Der Zentralratspräsident forderte eine klare Absage an Antisemitismus, dieser müsse entschlossen, effektiv und dauerhaft bekämpft werden. Er sei fest davon überzeugt, so Schuster, dass die jüdische Gemeinschaft heute in Deutschland wieder selbstbewusst genug sei und die Stärke besitze, alle Herausforderungen zu meistern. »Ich bin auch davon überzeugt, dass wir es gemeinsam mit allen demokratischen Freunden schaffen werden, uns den Kräften, die versuchen die Gesellschaft zu spalten, erfolgreich entgegenzustellen.«

Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute, sagte, dass sie sich über die immer intensiver werdende Partnerschaft zwischen AJC und Zentralrat freue, auch wegen der immer größer werdenden Herausforderungen für die jüdische Gemeinschaft und die Demokratie. ja

Berlin

Mehrjährige Haftstrafen für Hamas-Mitglieder

Die vier Männer sollen für Waffendepots in Europa zuständig gewesen sein

 25.03.2026

Verteidigung

Volkswagen prüft Einstieg in Produktion für Iron Dome

VW will keine Waffen produzieren, erwägt aber die Fertigung von Teilen für das Raketenabwehrsystem in Osnabrück

 25.03.2026

Toronto

Toronto reagiert mit Demo-Beschränkungen auf Antisemitismus

Zur Begründung verweisen die kanadischen Behörden auf eine »veränderte Sicherheitslage« mit »zunehmender Angst in der Bevölkerung«

 25.03.2026

London

Antisemitische Angriffe in Europa - Spur zum Iran?

Angriffe auf Synagogen und jüdische Einrichtungen in europäischen Städten schüren Angst und Sorgen. Die Behörden prüfen Verbindungen zur iranischen Führung - doch Beweise zu finden, ist kompliziert

von Sara Lemel, Jan Mies, Annette Birschel  25.03.2026

Nahost

Galiläa: Frau bei Raketenangriff der Hisbollah getötet

Die Lage im Überblick

 25.03.2026

Nahost

Trump will Krieg beenden, legt Iran 15-Punkte-Plan vor

Im Forderungskatalog steht auch ein Ende der Unterstützung von Terrororganisation in der Region durch das Mullah-Regime

 25.03.2026

Berlin

Das Teheraner Regime und die AfD loben Steinmeiers Kritik am Krieg

Der Bundespräsident nennt den Iran-Krieg völkerrechtswidrig. Irans Regime findet das erwartungsgemäß gut. Doch in Deutschland stößt das Staatsoberhaupt auf Widerspruch

 25.03.2026

Berlin

Zentralratspräsident widerspricht Steinmeier zum Iran-Krieg

Der Bundespräsident hält den Iran-Krieg für völkerrechtswidrig. Dafür erntet das Staatsoberhaupt Widerspruch von Josef Schuster

 25.03.2026

Berlin

DIG wirft Steinmeier »grobe Verkennung der Bedrohung durch Iran« vor

Die Ausführungen des Bundespräsidenten zum Krieg gegen das Mullah-Regime bezeichnet DIG-Präsident Volker Beck als »ein Dokument deutscher, schlaumeierischer Besserwisserei«

 25.03.2026