Kriminalität

Mann mit Waffe vor jüdischer Schule in Berlin

Foto: imago images/U. J. Alexander

Ein Mann mit einer täuschend echt aussehenden Waffe am Körper ist vor einer jüdischen Schule in Berlin-Mitte festgenommen worden. Wie die Polizei am Samstag berichtete, wehrte sich der 28-Jährige dabei am Freitagabend, so dass ein Polizist leicht verletzt wurde.

Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei nicht davon aus, dass der Mann gezielt mit der Soft-Air-Waffe zu dem Gymnasium in der Großen Hamburger Straße gegangen ist, wie ein Sprecher sagte. Zuvor hatte die »B.Z.« berichtet.

Gegen den 28-Jährigen wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Störung des öffentlichen Friedens ermittelt. Sogenannte Anscheinswaffen dürfen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Ein Verstoß dagegen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 10 000 Euro geahndet werden.

Nach den Angaben der Polizei will der 28-Jährige die Soft-Air-Waffe in einem Bus gefunden haben. Er habe es »cool« gefunden, damit herumzulaufen. Bei seiner Festnahme war der Mann in Begleitung eines 22-Jährigen, der derzeit als Patient in einer Klinik in der Nachbarschaft der jüdischen Schule behandelt wird. Diesen hatte er nach seiner Schilderung für einen Spaziergang abgeholt.

Ein Tourist habe den bewaffneten Mann beobachtet und die Polizei gerufen, so der Sprecher. Beamte stoppten das Duo dann an der Schule. Dabei forderten sie den Mann auf, seine Hände in die Luft zu strecken, wie es hieß. Weil er das nicht tat, hätten ihn die Polizistinnen und Polizisten zu Boden gebracht und Handfesseln angelegt. Dabei wurde der Polizist verletzt, wie es hieß. Weil der 28-Jährige stark alkoholisiert gewirkt habe, sei ein Atemalkoholtest gemacht worden. Dieser ergab einen Wert von 2,5 Promille. dpa

Nachruf

Trauer um Hubert Aiwanger

Der Freie-Wähler-Chef, bayerische Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister starb im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel

von Frederick Mersi  04.11.2026

Berlin

Antisemitische Schmierereien auf Skulpturen im Berliner Tiergarten

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

 04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026

Berlin

Rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen bis Januar

Linke, Grüne und SPD wollen erst im nächsten Jahr einen Koalitionsvertrag vorlegen. Und dann folgt noch ein Zwischenschritt

 04.11.2026

Koalitionsverhandlungen

Klingbeil fordert Linke auf, antisemitische Politiker rauszuwerfen

Bisher hat sich der SPD-Chef zurückgehalten, was die Berliner Koalitionsverhandlungen angeht. Jetzt macht er klar, was er von der Linken erwartet

 04.11.2026

USA

»Viele jüdische Wähler haben mit zugehaltener Nase abgestimmt«

Der jüdische Rechtsanwalt und Historiker Michael Traison über den Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms und die möglichen Folgen für Amerikas Beziehungen zu Israel

von Michael Thaidigsmann  04.11.2026

Midterm-Wahlen

Iran erfreut über Trumps Wahlniederlage

Nach der Wahlniederlage der Republikaner in den USA meldet sich die iranische Spitze. Auch vom obersten Führer Modschtaba Chamenei werden Worte veröffentlicht

 04.11.2026

Meinung

Her mit den Inhalten!

Ayala Goldmann freut sich über die Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt und ist gespannt auf das Programm

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Sachsen-Anhalt

Linke überlegt, Gegenkandidatin gegen Ulrich Siegmund aufstellen

Der AfD-Politiker Ulrich Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden, doch ihm fehlen drei Stimmen für eine Mehrheit. Die Linke prüft, ob sie eine eigene Kandidatin ins Rennen schickt.

 04.11.2026