Judenhass

Mann in Österreich nach Angriff auf Jüdische Gemeinde Graz verurteilt

Foto: imago

Wegen eines Angriffs auf die Synagoge und den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde in der österreichischen Stadt Graz ist ein Mann zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Schöffengericht in Graz wies den 32-jährigen Angeklagten am Donnerstag zudem in eine Anstalt für »geistig abnorme Rechtsbrecher« ein. Laut einem Gerichtsgutachter leidet der Syrer an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im August 2020 hatte der Mann Steine auf die Synagoge geworfen. Außerdem bedrohte er den Gemeindepräsident und einen Begleiter mit einem Holzprügel, drängte sie in ihr Auto und beschädigte das Fahrzeug. Laut Staatsanwaltschaft richtete sich sein Hass nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen Homosexuelle und Prostituierte. Deshalb habe er unter anderem auch Lokale und den Sitz eines Vereins für Homosexuelle, Bisexuelle und Transpersonen beschädigt.

Der Angeklagte gestand und bereute die Taten vor Gericht. Der Gerichtspsychiater meinte jedoch, dass er auch weiterhin zu Gewalttaten neige und deshalb eine stationäre Therapie brauche. Die Schöffen befanden den Mann in mehreren Punkten schuldig - unter anderem der schweren Sachbeschädigung, der versuchten schweren Körperverletzung und der Nötigung. dpa

Reaktion

»Juden können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen, wenn Elif Eralp gewählt wird«

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt SPD und Grüne vor Regierung mit Linken

 24.09.2026

Berlin

Özdemir: »An die Linke muss derselbe Maßstab angelegt werden wie an die AfD«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis90/Die Grünen) hat seine Partei vor einer Regierungskoalition in Berlin mit der Linkspartei gewarnt. Als Grund nannte er antisemitische Tendenzen

 24.09.2026

Debatte

Hamburgs zweite Bürgermeisterin warnt vor Linken in Berlin

Katharina Fegebank (Grüne): »Eine Regierung, die abhängig ist von Antisemiten und Terrorunterstützern darf es in Deutschland niemals geben«

 24.09.2026

Berlin

»Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen«

Jüdische Aktivisten kritisieren den Umgang mit der von zahlreichen Antisemitismusvorfällen geprägten Linkspartei

 24.09.2026

Gedenkstunde

In Auschwitz geboren: Holocaust-Überlebende spricht im Bundestag

Angela Orosz-Richt wurde 1944 im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geboren. Im Januar wird sie in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag sprechen

 24.09.2026

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026