Antisemitismus

Libyen: Ministerpräsident lehnt Normalisierung mit Israel strikt ab

Foto: picture alliance/dpa

Antisemitismus

Libyen: Ministerpräsident lehnt Normalisierung mit Israel strikt ab

Abdul Hamid Dbaiba verurteilt ein Treffen seiner Außenministerin mit ihrem israelischen Kollegen

 01.09.2023 09:07 Uhr

Libyens Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba hat ein politisch heikles Treffen seiner Außenministerin mit ihrem israelischen Amtskollegen scharf kritisiert. Es werde eine »harte Reaktion« darauf geben, eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel lehne er in jeder Form ab, sagte Dbaiba am Donnerstagabend bei einer Kabinettssitzung in der libyschen Hauptstadt Tripolis.

Die beiden Länder unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen, Libyen erkennt Israel nicht einmal als Staat an.

Überraschende Zusammenkunft Vergangene Woche waren die libysche Außenministerin Nadschla al-Mankusch und ihr israelischer Amtskollege Eli Cohen überraschend in Italien zusammengekommen. Israelischen Angaben zufolge ging es bei dem ersten Treffen der Chefdiplomaten beiden Länder in Rom unter anderem um eine mögliche Zusammenarbeit.

Libyens Regierung teilte danach hingegen mit, es habe sich lediglich um eine »informelle« und »unvorbereitete« Zusammenkunft gehandelt. Das Treffen löste im islamisch geprägten Bürgerkriegsland Libyen heftige Proteste aus. Dbaiba ließ die Außenministerin Berichten zufolge suspendieren, um den Fall zu untersuchen. Angeblich musste sie ins Exils fliehen.

Am Donnerstagabend äußerte sich der libysche Regierungschef dann erstmals öffentlich zu dem brisanten Treffen. Es handele sich um »eine wichtige Angelegenheit«, auch wenn »es nur nebenbei stattfand«, sagte er. »Unabhängig von den Umständen, Gründen und Methoden und unabhängig von guten oder schlechten Absichten werden wir alle durch die laufenden Ermittlungen die Einzelheiten dessen erfahren, was in Rom passiert ist.« dpa

New York/Teheran

Bericht: Israel und USA wollten Ahmadinedschad wieder an die Macht bringen

Ahmadinedschad sei in die Überlegungen eingeweiht gewesen, heißt es in einem Zeitungsbericht

 20.05.2026

Washington D.C.

»Wir sind bereit«: Vance verteidigt Iran-Kurs der USA

»Das ist kein ewiger Krieg. Wir werden unsere Aufgaben erledigen und nach Hause zurückkehren«, sagt der amerikanische Vizepräsident

 20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026

Teheran

Irans Vizeaußenminister: »Entweder siegen wir oder werden zu Märtyrern«

Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump zeigt sich die iranische Regierung kampfbereit. Der Vizeaußenminister findet deutliche Worte

 19.05.2026

Europäische Union

»Terror-Rente«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026