Berlin

Leo-Baeck-Preis für Christian Wulff

Bundespräsident Christian Wulff bei seinem Besuch in Israel im November 2010 Foto: Flash 90

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht am Mittwoch, 16. November, in Berlin den Leo-Baeck-Preis 2011 an Christian Wulff. Der Bundespräsident erhalte die Auszeichnung für das »von herausragende, von aufrichtiger Empathie und von tiefer Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, Israel und der Welt getragene Engagement«, heißt es in der Begründung.

»Bundespräsident Wulff hat sich in seiner noch kurzen Amtszeit als Mann des klaren Wortes und der deutlichen Signale präsentiert«, so der Zentralratspräsident Dieter Graumann. »Nicht nur mit seinem historischen Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz am 27. Januar 2011 und seiner aufrüttelnden und von großer Betroffenheit zeugenden Rede hat er ein unübersehbares Zeichen gesetzt.« Auch bei freudigen Ereignissen wie der Einweihung der Neuen Synagoge in Mainz habe Bundespräsident Wulff gezeigt, dass er das wieder erstarkende, zunehmend lebendiger, bunter und vielfältiger werdende jüdische Leben schätze.

Der Zentralrat ehrt mit dem Leo-Baeck-Preis seit 1957 Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben und denen es zum anderen gelungen ist, aus den dunklen Kapiteln deutscher Geschichte Lehren für die Zukunft zu ziehen. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Hubert Burda und Friede Springer. Der Preis ist nach Rabbiner Leo Baeck (1873–1956) benannt, einem der bedeutendsten Vertreter des liberalen deutschen Judentums. (ja)

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