Restitution

Länder stimmen Schiedsgerichtsbarkeit über NS-Raubgut zu

Barbara Klepsch, Sächsische Kulturministerin und Präsidentin der Kulturministerkonferenz Foto: picture alliance / Fotostand

Bundesländer, kommunale Spitzenverbände und der Bund haben sich auf die Einrichtung einer Schiedsgerichtsbarkeit zu NS-Raubkunst verständigt. Ein entsprechendes Verwaltungsabkommen wurde am Mittwoch in Berlin von allen Beteiligten unterzeichnet, wie die Kulturministerkonferenz mitteilte.

Das Abkommen soll die Grundlage für eine Weiterentwicklung der 2003 gegründeten Beratenden Kommission NS-Raubkunst sein und diese »schnellstmöglich« durch ein Schiedsgericht ablösen. Dies soll - anders als bisher - künftig auch von einer Streitpartei allein angerufen werden können.

Bislang tritt die Beratende Kommission NS-Raubkunst in der Regel nur zusammen, wenn der aktuelle Besitzer etwa eines Kunstwerkes, beispielsweise ein Museum, und der Erbberechtigte des einstigen Eigentümers aus der NS-Zeit sich darauf verständigen.

Die Präsidentin der Kulturministerkonferenz, die sächsische Ressortchefin Barbara Klepsch (CDU), sprach von einem klaren Bekenntnis zur historischen Verantwortung. Die Einrichtung einer Schiedsgerichtsbarkeit für Rückgabestreitigkeiten über NS-Raubgut sei ein wesentlicher Beitrag, um gerechte und faire Lösungen zu finden. Am Ende stünden - anders als bei der Beratenden Kommission - rechtsverbindliche Entscheidungen.

Lesen Sie auch

Die geschäftsführende Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sprach von einem wichtigen Schritt zur Beschleunigung der Rückgabe von NS-Raubgut. Die nächsten Schritte müssten noch in diesem Jahr folgen, betonte sie. Dazu gehört die Auswahl der Schiedsrichter. Dies geschehe in Abstimmung mit dem Zentralrat der Juden und der Jewish Claims Conference. epd

Berlin

Karin Prien bietet jungen Leuten Dialog über Probleme an

Vor dem Protesttag am Samstag gibt es Warnungen vor Krawallen. Nun kommen verstärkt Mahnungen hinzu, die Anliegen der »Gen Z« ernst zu nehmen. Die Jugendministerin ergreift die Initiative

 30.10.2026

Los Angeles

Bürgermeisterkandidatin für Los Angeles gerät wegen Haltung zu Israel unter Druck

Nach dem Geschmack der Democratic Socialists of America (DSA) ist die Bürgermeister-Kandidatin nicht israelfeindlich genug

 30.10.2026

Düsseldorf

Friedman und Neubaur mahnen zum Schutz jüdischen Lebens

Die Grünen-Politikerin Mona Neubaur ist neue Trägerin der Josef-Neuberger-Medaille, die den Einsatz für die jüdische Gemeinschaft ehrt. Bei ihrer Auszeichnung dringt die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin darauf, jüdisches Leben zu schützen

 30.10.2026

Washington D.C.

Militärchef berät Trump persönlich über Optionen im Iran-Krieg

Seit Tagen wird über mögliche neue Angriffe der USA und Israels im Iran sowie über Bemühungen um eine diplomatische Lösung berichtet. Nun liegen US-Medien Informationen zu einem seltenen Treffen vor

 30.10.2026

Ovda/Nevatim

Spannungen mit Iran: Mehr US-Militärflugzeuge landen in Israel

Die Ankunft steht demnach im Zusammenhang mit einer größeren Verlegung amerikanischer Militärausrüstung in den Nahen Osten

 30.10.2026

Berlin

Giffey verweigert Mitarbeit an Koalitionsverhandlungen mit der Linken

Wie begründet die Wirtschaftssenatorin ihr Nein?

 30.10.2026

Berlin

CDU will Grünen und SPD Sondierungsgespräche anbieten

Nach einem Bericht über Sorgen der Berliner linken Wahlsiegerin Eralp um die Sicherheit ihrer Familie sorgt sich die CDU um die Sicherheit der Stadt. Welche Alternative sie zu Rot-Grün-Rot sieht

 29.10.2026

Berlin

Zentralrat warnt vor Linken-Regierungsbeteiligung in Berlin

»Die Ohnmacht der Parteiführung und die Angst, die Frau Eralp persönlich zu verspüren scheint, schockieren mich – aber sie überraschen mich nicht«, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster

 29.10.2026

Meinung

Elif Eralp und die Angst

Die Linken-Politikerin traut sich nicht, Terrorsympathisanten beim Namen zu nennen. Wer nicht einmal die Israelfeinde in den eigenen Reihen bekämpfen kann, kann auch keine Stadt regieren

 29.10.2026