Nach Judenhass-Relativierung

Labour suspendiert Abgeordnete

Labour-Parlamentsabgeordnete Diane Abbott Foto: picture alliance / empics

Die britische Labour-Partei hat die bekannte Parlamentsabgeordnete Diane Abbott nach einem Rassismus-Vergleich bis auf Weiteres aus der Fraktion suspendiert. Damit reagierte die Oppositionspartei, die sich schon in der Vergangenheit gegen Vorwürfe des Antisemitismus wehren musste, auf einen Brief, den die schwarze Abgeordnete an die Zeitung »The Observer« geschrieben hatte.

Abbott hatte darin als Reaktion auf einen Artikel zum Rassismus in Großbritannien geschrieben, dass auch verschiedene weiße Menschen Vorurteile erlebten, aber nicht - wie Schwarze - ihr ganzes Leben lang Rassismus ausgesetzt seien. Iren, Juden und Sinti und Roma hätten in Amerika nicht hinten im Bus sitzen müssen, schrieb sie unter anderem.

Die jüdische Labour-Abgeordnete Margaret Hodge bezeichnete die Worte als »zutiefst beleidigend«. Nach der Suspendierung von Abbott schrieb sie am Sonntag auf Twitter, die Reaktion von Parteichef Keir Starmer sei richtig gewesen. »Keine Entschuldigungen. Keine Verzögerungen.« Die Kommentare würden nun untersucht.

Abbott, Großbritanniens erste schwarze Parlamentsabgeordnete und unter dem umstrittenen Ex-Parteichef Jeremy Corbyn einst Schatten-Innenministerin, entschuldigte sich. Sie wolle ihre Ausführungen voll und ganz zurückziehen und sich davon distanzieren, erklärte die 69-Jährige. Rassismus nehme viele Formen an, und es sei völlig unbestreitbar, dass Juden seine monströsesten Folgen erlebt hätten. dpa

Terror

Berlin am Tag zwei nach dem CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag: Kanzler Merz kündigt Konsequenzen an, Herkunft des Todesopfers bekannt, verletzten Opfern geht es besser

 27.07.2026

Berlin

Neuköllns Integrationsbeauftragte: Härter gegen Islamismus vorgehen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin erklärt Güner Yasemin Balci, dass es in ihrem Bezirk sowohl mit Homophobie als auch mit Islamismus ein massives Problem gebe

 27.07.2026

New York

Angehörige von Opfern des 11. September wollen Mamdani von Gedenkfeier ausschließen

Die Betroffenen werfen dem Politiker vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert zu haben

 27.07.2026

Teheran

Chamenei bekräftigt Unterstützung für Hisbollah

Es gebe »keinen anderen Weg als Dschihad und Widerstand« gegen Israel, sagt der Oberste Führer

 27.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026