Ausstellung

KZ-Gedenkstätte erinnert an Ankunft erster Häftlinge

Konzentrationslager Mittelbau-Dora Foto: picture alliance/dpa

Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora erinnert seit Donnerstag mit einer Plakat-Ausstellung an die Ankunft der ersten Häftlinge des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora vor 80 Jahren. Die wechselnden Plakate im Foyer der Gedenkstätte beleuchteten die Hintergründe des Transports und Biografien einzelner Häftlinge, teilte die Gedenkstätte in Nordhausen mit. Alle Beiträge seien auch online und in den Sozialen Medien zu sehen.

Nach Angaben der Gedenkstätte wurden in den frühen Morgenstunden des 28. August 1943 von der SS 107 Häftlinge am Lagertor des KZ Buchenwald bei Weimar zusammengetrieben. Mit Lastwagen wurden sie an den Fuß des Kohnstein gebracht, einer rund 335 Meter hohen Erhebung im Harzer Vorland bei Nordhausen. Dort sollten sie durch schwerste Zwangsarbeit ein unterirdisches Treibstoffdepot in eine bombensichere Rüstungsfabrik umbauen.

Gründung Die Ankunft dieser ersten 107 Häftlinge markiere die Gründung des Außenlagers Dora, hieß es. In den folgenden fast 15 Monaten sei daraus im Südharz der KZ-Komplex Mittelbau mit insgesamt 60.000 Häftlingen entstanden.

Laufzeit der Ausstellung »Der erste Transport« ist bis zum 15. Oktober. In dieser Zeit sollen die Plakate den Angaben zufolge regelmäßig gewechselt werden, um andere Aspekte in den Blick zu nehmen. So würden beispielsweise thematische Plakate mit Biografien von Häftlingen ergänzt, die exemplarisch für die Menschen stehen, die mit dem ersten Transport im entstehenden Außenlager Dora eintrafen und dort Zwangsarbeit leisten mussten. epd

Washington D.C.

US-Justizministerium gründet Beratungsgremium gegen Judenhass

Der amtierende Justizminister Todd Blanche: »Präsident Trump hat die Bekämpfung des Antisemitismus zu einer obersten Priorität dieser Regierung gemacht.«

 21.05.2026

Andrews Air Force Base

Trump: »Netanjahu wird alles tun, was ich verlange«

Vor der Aussage des US-Präsidenten soll er mit dem israelischen Ministerpräsidenten ein längeres und angespanntes Gespräch über den weiteren Umgang mit dem Iran-Krieg geführt haben

 21.05.2026

Washington D.C.

USA drohen palästinensischen UNO-Vertretern mit Visa-Entzug

In einem internen Schreiben des US-Außenministeriums heißt es, die Kandidatur des UN-Botschafters Riyad Mansour für einen Vizepräsidentenposten der UN-Generalversammlung »schüre Spannungen«

 21.05.2026

Prag

Tschechien stellt sich bei Israel-Sanktionsdebatte gegen EU-Linie

Nach einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Sa’ar sagt Außenminister Macinka: »Wir werden keine weiteren Handelssanktionen zulassen, selbst wenn wir sie als einzelnes Land blockieren müssen.«

 21.05.2026

Washington D.C.

USA streichen Francesca Albanese von Sanktionsliste

Ein Bundesrichter hatte zuvor die Sanktionen vorläufig ausgesetzt und erklärt, die Regierung habe gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen

 21.05.2026

Berlin/Tel Aviv

Wadephul zu Video von Ben-Gvir: »unsägliches Verhalten«

Der rechtsextreme Polizeiminister in Israel postet ein Video, das eine Welle von scharfem Protest auslöst. Auch Deutschland kritisiert das Verhalten

 21.05.2026

Stuttgart

Prozess um Palästina-Aktivisten: Angeklagte in Saal getragen

Am dritten Verhandlungstag weigern sich die Angeklagten erneut, hinter dem Sicherheitsglas Platz zu nehmen – und werden von Justizbeamten in den Saal getragen

 20.05.2026

Interreligiöser Dialog

Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen mehr Austausch

Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen sich intensiver austauschen. Am Mittwoch kamen Delegationen in Berlin zusammen, um einen festen Turnus festzulegen

 20.05.2026

Köln

Verfassungsschutz darf »Jüdische Stimme« als extremistisch einstufen

Der Verein hetze »kontinuierlich gegen den Staat Israel«, urteilte das Verwaltungsgericht Köln – und entschied anders als zuvor Berliner Richter

 20.05.2026