Gaza

Krieg in den Berichten

Gaza Stadt, 9. August 2014 Foto: dpa

Israel geht in die Offensive. Noch bevor der Bericht des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen zum Gaza-Krieg vom Sommer 2014 veröffentlicht werden soll, hat Jerusalem eine eigene Studie herausgegeben.

In dem 250 Seiten starken Papier wird Israels Sicht auf die Vorgänge rund um die Operation »Protective Edge« unterstrichen. »Wir werden die Wahrheit aufdecken: Wir haben keine Kriegsverbrechen begangen«, erklärte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Anfang der Woche im Kabinett.

standards Der Bericht ist von einem Gremium zusammengestellt worden, das von der Regierung beauftragt worden war. Es resümiert, Jerusalem habe sich an internationales Recht gehalten und angemessen gehandelt. Am Wochenende war zudem ein Papier hochrangiger westlicher Ex-Militärs vorgelegt worden, in dem Israel bescheinigt wird, »die höchsten Standards militärischen Verhaltens sogar noch übertroffen« zu haben.

»Jeder, der die Wahrheit wissen möchte, sollte unseren und den Report der Generäle lesen«, mahnte Netanjahu. »Und alle, die grundlose Verurteilungen der UN hören möchten, können ihre Zeit damit verschwenden.«

Der Bericht der Regierung beginnt mit der Beschreibung der Hamas und der Ideologie der Terrorgruppe. Nach der Entführung von drei israelischen Teenagern und ihrer Ermordung im Juni 2014 hatte Israel Armeekräfte in das Westjordanland geschickt, um dem dortigen Hamas-Netz einen Schlag zu versetzen. Dennoch wurden ohne Unterlass weiter Raketen aus Gaza auf den israelischen Süden abgefeuert. Am 7. Juli landeten an einem einzigen Tag 60 Raketen auf israelischem Boden. »Das ließ der Regierung keine andere Möglichkeit«, heißt es in dem Bericht.

Es wird auch der Einsatz von Bodentruppen beschrieben, die sich vom 17. Juli bis zum 5. August in Gaza aufgehalten haben. Bei diesem Einsatz wurden 32 sogenannte Terrortunnel »neutralisiert«.

hamas Die Studie beschreibt zudem, dass die Hamas ihr eigenes Volk ausbeutete und als menschliche Schutzschilde benutzte, etwa in Schulen oder Moscheen. »Das stellte oft Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar und brachte große Einsatz-, legale sowie ethische Schwierigkeiten für die israelische Armee mit sich.«

Denn die IDF sei verpflichtet, nach internationalem Recht zu agieren und ziviles Leben zu schützen. Unglückliche Umstände in einer komplexen Realität hätten allerdings zum Tod vieler Zivilisten geführt. Die Ereignisse des 50 Tage andauernden Gaza-Krieges sollten unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden, resümiert der Bericht. »Die Armee und die höchsten Vertreter von Israels Regierung hatten keine Intention, die palästinensische Zivilbevölkerung zu schädigen, und bedauern diese Schädigung zutiefst.«

Düsseldorf

»Kindermörder« und Tritte: Staatsschutz ermittelt nach antisemitischen Angriff

Das Opfer soll zunächst von zwei Frauen angesprochen und israelfeindlich beleidigt worden sein. Wenig später kamen die Angreifer

 24.09.2026

USA

Medien: 15 Jahre Haft für Ex-Hollywood-Mogul Weinstein

Harvey Weinstein war einst ein mächtiger Medienmodul, dann kamen Vorwürfe Dutzender Frauen zu Sexualverbrechen ans Licht. Er sitzt im Gefängnis. Bis heute beschäftigen sich Gerichte mit dem Fall

von Anna Ringle  23.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Berlin-Wahl

Klöckners Gretchenfrage: »Wie haltet ihr es mit dem Antisemitismus?«

Die CDU-Politikerin und Bundestagspräsidentin hat SPD und Grüne auf Instagram aufgefordert, in Berlin keine Koalition mit der Linkspartei einzugehen. Ansonsten werde das »Nie wieder« zur Farce

 23.09.2026

Jerusalem/New York

Benjamin Netanjahu: Werde vor UNO die Wahrheit über Mamdani sagen

Israels Ministerpräsident wirft dem New Yorker Bürgermeister Unterstützung der Hamas und Hetze gegen Juden vor

 23.09.2026

Machtgedanke zu verlockend? SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (r.) und Elif Eralp von der Linkspartei bei einer Podiumsdiskussion vor der Wahl

Kommentar

Finaler Tabubruch

Ein persönlicher Appell an die Berliner SPD, sich nicht mit den dunkelroten Judenfeinden von der Linkspartei einzulassen

von Daniel Killy  23.09.2026

Debatte

Außenminister Sa’ar kontert Vorwürfe von Österreichs Bundespräsident Van der Bellen

Sa’ar drehte Van der Bellens Aussage um und fügte hinzu: Kein österreichischer Bürger dürfe für den »Unsinn« seines Präsidenten verantwortlich gemacht werden

 23.09.2026

Solidarität

LED-Truck gegen Judenhass in fünf deutschen Städten

Mit einer bundesweiten Aktion wollen die »Christen an der Seite Israels« rund um den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober auf Antisemitismus aufmerksam machen

 23.09.2026

Düsseldorf

Islamistischer Schüler wegen zweifachem Messerangriff verurteilt

Ein Essener Schüler ist wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sprach ihn schuldig

 23.09.2026