Charlotte Knobloch

»Franz Beckenbauer hat Fans begeistert - darunter auch mich«

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München Foto: picture alliance/dpa

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, zeigt sich betroffen vom Ableben der Fußball-Legende Franz Beckenbauer.

»Die Meldung vom Tode Franz Beckenbauers ist eine traurige Nachricht für den deutschen Fußball, für unser ganzes Land und für mich persönlich«, erklärte die 91-jährige frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden.

»Wie so viele andere verbinde ich mit ihm einige der schönsten Fußballerinnerungen meines Lebens. Die Europameisterschaft 1972, die WM-Titel als Spieler 1974 und als Teamchef 1990 und besonders seine triumphalen Jahre beim FC Bayern bleiben unvergesslich«, schrieb Knobloch über den bayerischen Fußballspieler und -trainer.

Großartiger Botschafter

»In seiner langen Karriere als Spieler und Funktionär hat Beckenbauer dem deutschen Fußball über Generationen seinen Stempel aufgedrückt und die Fans begeistert – darunter auch mich.« Der »Kaiser« sei über Deutschlands Grenzen hinaus ein großartiger Botschafter seines Sports »und unseres Landes« gewesen.

»Die Lücke, die er hinterlässt, kann niemand schließen. Aber die schönen Momente, die er allen Fußballfans geschenkt hat, werden für immer bleiben.«

Beckenbauer war am Sonntag im Alter von 78 Jahren in Salzburg gestorben. ja

Meinungsfreiheit

Wenn Juden plötzlich Nazis sein sollen

Ein Gericht erklärt die Gleichsetzung von Hakenkreuz und Davidstern für zulässig. Kritiker sind irritiert

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Hamburg

Haftbefehl gegen AfD-Politiker wegen offener Böhmermann-Kosten

Maximilian Krah bezeichnete den Satiriker als »einen Widerling« und erklärte, er zahle deshalb »nur widerwillig«

 13.08.2026

Hamburg

Gericht erklärt Kritik an Claim für zulässig: Journalist darf NGO »unsaubere« Zahlen vorwerfen

Der Investigativjournalist Sascha Adamek darf der Organisation vorwerfen, bei der Erfassung antimuslimischer Vorfälle mit »unsauber« erhobenen Zahlen gearbeitet zu haben. Die Hintergründe

 13.08.2026

Meinung

AfD als Sicherheitsrisiko

Es ist die Pflicht jedes Einzelnen, unsere Verfassung zu verteidigen und ein Überprüfungsverfahren anzustrengen. Verbieten kann nur unser freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat

von Roderich Kiesewetter  13.08.2026

Los Angeles

Nick Reiner wegen Mordes an seinen Eltern angeklagt

Das Motiv für die Ermordung des bekannten Hollywood-Regisseurs Rob Reiner und dessen Frau Michele bleibt unklar. Welche Strafe kommt bei einer Verurteilung infrage?

 13.08.2026

Washington D.C.

Medien: CIA zweifelte an iranischer Bedrohung für Trump

Trump wechselt auf dem Heimweg vom Nato-Gipfel versteckt in einem Catering-Container den Flieger. Der einem Politthriller gleichende Vorgang schlägt international Wellen. Nun gibt es neue Informationen

 13.08.2026

Nahost

Geplante Gebühr für Straße von Hormus: Iran verweist auf Umweltschäden

Für den Iran ein Muss, für die USA ein rotes Tuch: Das Mullah-Regime will für die Passage der Straße von Hormus künftig eine Gebühr erheben. Zur Begründung führt es auch Umweltschäden an

 13.08.2026

Rom

»Jagd auf Juden«: Jüdische Organisationen verurteilen Doppel-Angriff auf Tourist mit Kippa

Einer von mehreren mutmaßlichen Tätern ist gefasst. Jüdische Organisationen in Italien zeigen Solidarität mit dem Opfer

 13.08.2026