Berlin

»Keine Duldung von Antisemitismus«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes / ZR

Nach den antijüdischen Übergriffen, Anschlägen und Demonstrationen infolge der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, hat der Zentralrat der Juden Politik und Sicherheitsbehörden aufgefordert, mit klarer Kante gegen gewalttätige und antisemitische Demonstranten vorzugehen.

Radikalisierung »Für Antisemitismus, egal in welchem Gewand, darf es keine Duldung geben«, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. »Durch falsche Toleranz oder fehlende Konsequenzen könnten sich radikalisierte Kräfte ermutigt fühlen. Das darf nicht passieren.«

Der Zentralrat der Juden appellierte zudem an die muslimischen Verbände, mäßigend auf ihre Mitglieder einzuwirken. Demokratische Rechte wie die Versammlungsfreiheit wahrzunehmen, dürfe kein Freibrief für Gewalt und Antisemitismus sein.

Parolen
Bei Demonstrationen in Berlin am Freitag und am Wochenende waren antisemitische Parolen gerufen und israelische Symbole verbrannt worden. In Amsterdam war am Donnerstag ein koscheres Restaurant demoliert, in Göteborg am Samstag ein Brandanschlag auf die dortige Synagoge verübt worden.

Der Zentralrat der Juden teilte mit, ihn erfüllten diese Ausschreitungen mit tiefer Sorge. In Erinnerung an die antisemitischen Demonstrationen während des Gaza-Konflikts 2014 warnt der Zentralrat »vor einer erneuten Spirale des Hasses und der Gewalt«. ja

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