Auschwitz-Gedenken

Kanzler Scholz: Ausgrenzung von Juden heute ist empörend und beschämend

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht bei der Feierstunde zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 80 Jahren dazu aufgerufen, im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachzulassen. Es sei »empörend und beschämend«, dass Ausgrenzung auch heute im demokratischen Deutschland immer noch Jüdinnen und Juden treffe, sagte Scholz am Donnerstag bei einer Gedenkveranstaltung des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin.

»Das werden wir niemals hinnehmen, und dabei darf es keine Rolle spielen, ob Antisemitismus politisch motiviert ist oder religiös, ob er von links kommt oder von rechts, ob er seit Jahrhunderten hier gewachsen ist oder von außen ins Land kommt«, betonte Scholz.

Er bekräftigte, dass diejenigen, die Terrorismus unterstützten oder antisemitisch hetzten, mit strafrechtlicher Verfolgung und mit aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen rechnen müssten. Er verwies auf das neue Staatsangehörigkeitsrecht. Dort sei klar geregelt, dass die Einbürgerung antisemitisch eingestellter Personen nicht infrage komme.

Zivilcourage und Respekt

Weiter rief Scholz dazu auf, nicht gleichgültig zu sein – das sei Staatsaufgabe, aber auch Bürgeraufgabe. Es gelte, sich dagegen zu wehren, dass »Anfeindungen aufgrund eines bestimmten Glaubens, politischer Überzeugungen oder der sexuellen Identität, offener Hass gegen Frauen, gegen Personen mit der falschen Hauptfarbe, dem falschen Namen, Angriffe gegen Menschen mit Behinderung« zunähmen, alles tausendfach verstärkt durch Algorithmen und Echokammern. Notwendig seien Zivilcourage, Respekt, Fairness und Rücksichtnahme im alltäglichen Umgang.

Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte

 26.03.2026

Meinung

Lahav Shapiras Fall hätte vor Gericht verhandelt werden müssen

Der jüdische Student wirft der FU Berlin vor, ihn nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt zu haben. Doch die Richter wiesen seine Klage mit einer Begründung ab, die nur schwer nachzuvollziehen ist

von Matthias Fuchs  26.03.2026

Iran-Krieg

Israel meldet Tötung von IRGC-Marineführung

Die Tötung von Admiral Ali Reza Tangsiri stellt laut IDF »einen bedeutenden Schlag gegen die Führungsstrukturen der IRGC und ihre Fähigkeit dar, Terroraktivitäten im maritimen Bereich zu orchestrieren«

 26.03.2026

Nahost

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

Die Angriffe in den Golfstaaten lassen nicht nach. Erneut werden Menschen getötet

 26.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  26.03.2026

Berlin

Merz: »Wolfram Weimer hat mein Vertrauen«

Der Kulturstaatsminister steht wegen des Ausschlusses von linken Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis in der Kritik. Der Kanzler sieht durchaus schwierige Debatten - gibt aber generelle Rückendeckung

 26.03.2026

Nahost

Straße von Hormus: Iran richtet »Mautstelle« ein

Schiffe müssen Informationen über Ladung, Besatzung und Zielort übermitteln – und bezahlen

 26.03.2026

Berlin

Prosor übt scharfe Kritik an Bundespräsident Steinmeier

Der israelische Botschafter moniert eine zu optimistische Sicht auf Diplomatie. In der internationalen Politik sei der Glaube verbreitet, dass sich Konflikte durch Gespräche lösen ließen. Doch dieses Denken habe Grenzen

 26.03.2026

Achse Teheran-Moskau

Bericht: Russland liefert Drohnen an Iran

Diese Art der Unterstützung für das iranische Regime ist ein Novum. Bisher wurden Drohnen in umgekehrter Richtung geliefert

 26.03.2026