Potsdam

Jüdische Vertreter für Antisemitismusklausel in Landesverfassung

Zentralratsgeschäftsführer Daniel Botmann Foto: Marco Limberg

Vertreter der jüdischen Gemeinschaft haben die geplante Verankerung einer Antisemitismusklausel in Brandenburgs Landesverfassung nachdrücklich begrüßt. Der Gesetzentwurf mache den Kampf gegen Judenfeindlichkeit und andere, das friedliche Zusammenleben zersetzende Haltungen ausdrücklich zur Staatsraison, würdigte Rabbiner Walter Homolka am Mittwoch in Potsdam das Vorhaben. Der Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam und Vorsitzende der Union progressiver Juden in Deutschland sprach bei einer Anhörung des Landtags zur Verfassungsreform.

Im neuen Paragraf 7a soll es demnach heißen: »Das Land schützt das friedliche Zusammenleben der Menschen und tritt Antisemitismus sowie der Verbreitung rassistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts entgegen.« Homolka betonte, es sei wichtig, dass dies auch Antiziganismus erfasse und das Land Brandenburg gegen diese Form des Rassismus »Initiativen des Schutzes und der Achtung ableitet«.

PARAGRAF 7a Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann, sprach sich dafür aus, den Paragrafen 7a um eine klare Positionierung gegen nationalsozialistisches Denken zu ergänzen. Zudem solle der Paragraf mit einem Verweis auf die von über 30 Staaten anerkannte Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) begründet werden. Überdies plädierte Botmann dafür, dass die Verfassung jüdische Feiertage wie bereits christliche schützt.

Landesrabbiner Ariel Kirzon vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden betonte, auch in Brandenburg gebe es zunehmend Anfeindungen gegen jüdische Bürger. Das jüdische Leben sei nur durch eine Förderung auch der jüdischen Kultur zu stärken. kna

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Krieg

»Schlechte Nachrichten für Iran«: Friedensgespräche zwischen USA und Mullahs scheitern

Wie es nun weitergeht, ist unklar

von Gaby Mahlberg  12.04.2026

Beirut

Unruhe im Libanon: Protest gegen Gespräche mit Israel

Die libanesische Regierung hat seit langem Gespräche mit Israel gefordert. Nun soll es bald so weit sein. Anhänger der Terrormiliz Hisbollah gehen dagegen auf die Straße

 11.04.2026

Pakistan

USA und Iran verhandeln in Islamabad

Die Delegationen aus den USA und dem Iran sind mit langen Wunschlisten in die pakistanische Hauptstadt gekommen. Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs versprechen, schwierig zu werden

 11.04.2026

Armin Laschet im Deutschlandfunk

»Jetzt kommt wieder Ihre Israelphobie«

Im Interview wies der CDU-Politiker mit harschen Worten DLF-Moderator Thielko Grieß zurecht, welcher zuvor Israel scharf kritisiert hatte

von Michael Thaidigsmann  10.04.2026

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 10.04.2026

Kiew

Selenskyj: Haben Drohnen über Golfstaaten zerstört

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat die Ukraine Drohnenexperten in die Region geschickt. Dort hat Kiew laut Präsident Selenskyj seine Erfahrung in der Abwehr iranischer Drohnen demonstriert

 10.04.2026