Thüringen

Jüdische Landesgemeinde soll mehr Geld vom Land erhalten

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Die Landesregierung in Erfurt will die jährliche Unterstützung der Jüdischen Landesgemeinde in Höhe von derzeit rund 400.000 Euro erhöhen. Eine entsprechende Änderung des Staatsvertrags mit der Landesgemeinde werde demnächst dem Landtag zugeleitet, teilte die Thüringer Staatskanzlei am Dienstag nach der wöchentlichen Kabinettssitzung der Landesregierung mit.

Die Landesregierung machte keine Angaben zur Höhe der künftigen Unterstützung.

Bereicherung Mit der Förderung solle das kulturelle Engagement der Gemeinde dauerhaft gefördert und gestärkt werden. Das Themenjahr »Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen« habe gezeigt, dass das gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Thüringen ganz wesentlich durch jüdisches Leben bereichert werde.

Besonders in den Bereichen von Kunst und Kultur leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zu einem breiten gesellschaftlichen Austausch, hieß es. Sie stärke den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und eine weltoffene Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer.

Sicherheit Weiterhin bekenne sich die Landesregierung dazu, die Sicherheit der Landesgemeinde den sich ändernden Sicherheitsstandards entsprechend anzupassen. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des Staatsvertrages ein Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden. epd

Teheran

Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar

Der neue »Oberste Führer« des Iran zeigt sich weiter nicht in der Öffentlichkeit. Eine verlesene Botschaft ersetzt seine Neujahrsrede

 20.03.2026

Bern

Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Wegen ihres strikten Neutralitätsprinzips liefert die Schweiz vorerst keine Waffen mehr an die USA, weil diese am Krieg gegen den Iran beteiligt sind

 20.03.2026

Berlin

DIG kritisiert Deutschlands Rückzug im Verfahren zum angeblichen Genozid gegen Israel

»Deutschland opfert Israel seinen Ambitionen auf einen Sitz im Weltsicherheitsrat«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Und nennt es »schändlich«

 20.03.2026

Bildung

Stille im Vieh-Waggon - Jugendliche fühlen die Geschichte des ehemaligen KZ Bergen-Belsen

Jugendliche aus ganz Europa hören in Bergen-Belsen von Hunger, Enge und Angst - und stehen plötzlich selbst an den Orten des Grauens. Für viele ist der Besuch im früheren Konzentrationslager die erste intensive Begegnung mit der NS-Zeit

von Charlotte Morgenthal  20.03.2026

Argentinien

Argentinien übernimmt IHRA-Vorsitz

Das südamerikanische Land übernimmt die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Als erstes auf dem Kontinent

 20.03.2026

Oslo

Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert

Vertraute Mails und Liebes-Tipps: Ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter hat Norwegens Kronprinzessin in Bedrängnis gebracht. Jetzt gab Mette-Marit ein Fernsehinterview

 20.03.2026

Meinung

Warum die Stellungnahme der USA beim IGH eine Enttäuschung ist

Die Intervention Washingtons vor dem Internationalen Gerichtshof nimmt zwar Israel gegen den Vorwurf des Genozids in Schutz. Sie liefert den Richtern aber kaum Argumente

von Menachem Z. Rosensaft  20.03.2026

Berlin

Berliner Spitzen-Linke kritisiert Zionismus-Beschluss

Ein Entscheid der niedersächsischen Linken gegen den »real existierenden Zionismus« sorgt auch in der eigenen Partei für Aufregung. Die Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl geht auf Distanz

 20.03.2026

Teheran

Iran meldet Tod von Revolutionsgarde-Sprecher bei Angriffen

Staatliche iranische Medien vermelden den Tod von Ali Mohammad Naini, der seit 2024 die Revolutionsgarde repräsentierte

 20.03.2026