Thüringen

Jüdische Landesgemeinde soll mehr Geld vom Land erhalten

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Die Landesregierung in Erfurt will die jährliche Unterstützung der Jüdischen Landesgemeinde in Höhe von derzeit rund 400.000 Euro erhöhen. Eine entsprechende Änderung des Staatsvertrags mit der Landesgemeinde werde demnächst dem Landtag zugeleitet, teilte die Thüringer Staatskanzlei am Dienstag nach der wöchentlichen Kabinettssitzung der Landesregierung mit.

Die Landesregierung machte keine Angaben zur Höhe der künftigen Unterstützung.

Bereicherung Mit der Förderung solle das kulturelle Engagement der Gemeinde dauerhaft gefördert und gestärkt werden. Das Themenjahr »Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen« habe gezeigt, dass das gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Thüringen ganz wesentlich durch jüdisches Leben bereichert werde.

Besonders in den Bereichen von Kunst und Kultur leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zu einem breiten gesellschaftlichen Austausch, hieß es. Sie stärke den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und eine weltoffene Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer.

Sicherheit Weiterhin bekenne sich die Landesregierung dazu, die Sicherheit der Landesgemeinde den sich ändernden Sicherheitsstandards entsprechend anzupassen. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des Staatsvertrages ein Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden. epd

Nahost

Italien nimmt als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 14.02.2026

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 200.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 14.02.2026

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026