Thüringen

Jüdische Landesgemeinde soll mehr Geld vom Land erhalten

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Die Landesregierung in Erfurt will die jährliche Unterstützung der Jüdischen Landesgemeinde in Höhe von derzeit rund 400.000 Euro erhöhen. Eine entsprechende Änderung des Staatsvertrags mit der Landesgemeinde werde demnächst dem Landtag zugeleitet, teilte die Thüringer Staatskanzlei am Dienstag nach der wöchentlichen Kabinettssitzung der Landesregierung mit.

Die Landesregierung machte keine Angaben zur Höhe der künftigen Unterstützung.

Bereicherung Mit der Förderung solle das kulturelle Engagement der Gemeinde dauerhaft gefördert und gestärkt werden. Das Themenjahr »Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen« habe gezeigt, dass das gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Thüringen ganz wesentlich durch jüdisches Leben bereichert werde.

Besonders in den Bereichen von Kunst und Kultur leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zu einem breiten gesellschaftlichen Austausch, hieß es. Sie stärke den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und eine weltoffene Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer.

Sicherheit Weiterhin bekenne sich die Landesregierung dazu, die Sicherheit der Landesgemeinde den sich ändernden Sicherheitsstandards entsprechend anzupassen. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des Staatsvertrages ein Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden. epd

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 18.01.2026

Nahost

Staatschefs zum »Gaza-Friedensrat« eingeladen

Der »Friedensrat« ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza

 17.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  16.01.2026

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026