Thüringen

Jüdische Landesgemeinde soll mehr Geld vom Land erhalten

Die Neue Synagoge in Erfurt Foto: picture alliance / Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

Die Landesregierung in Erfurt will die jährliche Unterstützung der Jüdischen Landesgemeinde in Höhe von derzeit rund 400.000 Euro erhöhen. Eine entsprechende Änderung des Staatsvertrags mit der Landesgemeinde werde demnächst dem Landtag zugeleitet, teilte die Thüringer Staatskanzlei am Dienstag nach der wöchentlichen Kabinettssitzung der Landesregierung mit.

Die Landesregierung machte keine Angaben zur Höhe der künftigen Unterstützung.

Bereicherung Mit der Förderung solle das kulturelle Engagement der Gemeinde dauerhaft gefördert und gestärkt werden. Das Themenjahr »Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen« habe gezeigt, dass das gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Thüringen ganz wesentlich durch jüdisches Leben bereichert werde.

Besonders in den Bereichen von Kunst und Kultur leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zu einem breiten gesellschaftlichen Austausch, hieß es. Sie stärke den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und eine weltoffene Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer.

Sicherheit Weiterhin bekenne sich die Landesregierung dazu, die Sicherheit der Landesgemeinde den sich ändernden Sicherheitsstandards entsprechend anzupassen. Zu diesem Zweck solle auf der Basis des Staatsvertrages ein Verwaltungsabkommen geschlossen werden.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen mit Sitz in Erfurt zählt rund 700 Mitglieder. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts vertritt sie die Interessen der in Thüringen lebenden Jüdinnen und Juden. epd

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