Zentralrat

Josef Schuster: Israelischer Militärschlag könnte Stimmung verändern

Josef Schuster ist Präsident des Zentralrats der Juden Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, befürchtet, dass der erwartete israelische Militärschlag im Gaza-Streifen die politische Stimmung hierzulande zulasten von Jüdinnen und Juden verändert. »Bilder sprechen eine laute Sprache«, sagte Schuster am Montag im ZDF-»Morgenmagazin« angesichts der Fotos und Filmaufnahmen, die über den Einsatz verbreiten werden. Dabei dürfe aber nicht vergessen werden, dass Israel gegen die Terrororganisation Hamas vorgehe.

»Israel versucht, so empfinde ich es, tatsächlich zivile Opfer in Gaza so weit wie möglich zu vermeiden«, sagte Schuster. Die Hamas indes nehme ganz bewusst die palästinensische Bevölkerung und die israelischen Geiseln als menschlichen Schutzschild.

Der weltweite Gewaltaufruf der Hamas gegen Jüdinnen und Juden vom vergangenen Freitag habe zu einer »abstrakten Gefährdungslage« geführt. Konkrete Anhaltspunkte für eine Bedrohung habe es nicht gegeben. Insbesondere seien Eltern von Schulkindern verunsichert worden. Die Klassen an jüdischen Schulen seien deutlich ausgedünnt gewesen. epd

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