EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 53 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 48 Sitze

Staatsbesuch

Joachim Gauck in Israel

Gelandet: Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (l.) auf dem Flughafen Ben-Gurion Foto: dpa

Das Programm ist vollgepackt. Bundespräsident Joachim Gauck ist am Montag zur ersten außereuropäischen Staatsvisite in Israel gelandet. Der frühzeitige Besuch im Heiligen Land sei ihm ein Herzensanliegen gewesen, ließ er wissen. Begleitet wird er vom Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann.

In den vier Tagen sind unter anderem Treffen mit Regierungschef Benjamin Netanjahu, Israels Präsident Schimon Peres, Außenminister Avigdor Lieberman sowie der Oppositionsführerin Schelly Jachimovitch geplant. Außerdem wird Gauck sich Zeit für Gespräche mit Überlebenden der Schoa sowie des Massakers bei den Olympischen Spielen 1972 in München nehmen.

Ramallah Zum Abschluss der Reise wird er am Donnerstag auch die palästinensischen Gebiete besuchen und in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Regierungschef Salam Fajad zusammentreffen.

Am späten Nachmittag war die Präsidentenmaschine auf dem Flughafen Ben-Gurion in der Nähe von Tel Aviv gelandet. »Dieser Staatsbesuch unterstreicht die auf immer besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel«, sagte Gauck nach Angaben der deutschen Botschaft in Tel Aviv. Privat war er bereits einige Male in Israel. Der Bundespräsident bereist das Land in Begleitung seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt.

Bestimmende Themen der politischen Gespräche dürften die unsichere Lage in Nahost und der Atomkonflikt mit dem Iran sein. Auch die Kontroverse um den Schriftsteller Günter Grass könnte auf der Agenda stehen. Grass hatte mit seinem Anti-Israel-Gedicht Was gesagt werden muss vor einigen Wochen für großen Unmut im Land gesorgt. Gauck will nach Angaben des Präsidialamtes mit dieser Reise »Israel in schwieriger Zeit unterstützen und ein Zeichen der Solidarität setzen«.

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026

Berlin

Medienberichte über Israel auf dem Prüfstand

Wie weit klaffen Berichterstattung und Realität auseinander? Darüber ist am Freitag ist ein ganztägiger »Fachaustausch« an der Technischen Universität geplant

 27.10.2026

Ron Prosor

Interview

Ron Prosor: »Der linke Antisemitismus ist der gefährlichste«

Israels Botschafter in Deutschland über Brandmauern gegen Antisemitismus, die Regierungsbildung in Berlin und die Wahlen in Israel

von Bernward Loheide  27.10.2026