Antisemitismus

Israelisches Restaurant in München attackiert

Foto: imago

Vermutlich in der Nacht von Montag auf Dienstag haben unbekannte Täter im Münchener Stadtteil Schwabing eine neu errichtete Metallstele zum Gedenken an die Deportation von Juden durch das NS-Regime beschmiert. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, sei in Schaden von mehr als eintausend Euro entstanden. Die Stele sei am Dienstag gereinigt und am Mittwochmittag mit einer Gedenkfeier eingeweiht worden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Weiter hieß es in dem Bericht, in der Nacht auf Mittwoch habe eine Anwohnerin im Stadtteil Haidhausen Scheibenklirren gehört und den Notruf der Polizei verständigt. Unbekannte hätten um kurz nach drei Uhr die Scheiben eines israelischen Restaurants mit Steinen eingeworfen. Dabei sei auch die Innenbeleuchtung beschädigt worden. Der Sachschaden wurde auf mehrere tausend Euro beziffert.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

HINWEISE »Wir gehen derzeit von einer politischen Motivation aus, aber unsere Ermittlungen hierzu laufen noch«, sagte ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk. Die Ermittlungen seien durch das für politisch motivierte und rechtsextremistische Straftaten zuständige Kriminalkommissariat übernommen worden.

Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. ag

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  01.05.2026

Berlin

CDU-Präsidium tagt in Chabad-Synagoge

Die Parteispitze will damit ein Zeichen setzen

 01.05.2026

Urteil

Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Weimer Extremismus-Äußerung

Die Buchhandlungspreis-Affäre lässt Kulturstaatsminister Weimer nicht los. Die unter Extremismusverdacht geratenen Buchhandlungen wehren sich

 30.04.2026

Washington D.C.

Größter US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen

Erstmals seit Jahrzehnten sind wieder drei US-Flugzeugträger im Nahen Osten - das verkündete das US-Militär vergangene Woche. US-Medien zufolge dürfte sich das aber schon bald wieder ändern

 30.04.2026

Washington D.C.

Trump drängt erneut auf Begnadigung Netanjahus

»Bibi ist ein Premierminister im Krieg. Mit so etwas im Nacken kann er nicht arbeiten«, sagt der amerikanische Präsident

 30.04.2026

Ralf Fischer

Kollegah: Judenhass in Reimform

Warum schweigen alle zu dem offenen Antisemitismus von Felix Blume aka Kollegah?

 30.04.2026

Einspruch

Im Dschungel gestolpert?

Maria Ossowski bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

von Maria Ossowski  30.04.2026

Dominik Krause

Grün und pro Israel

Am 1. Mai tritt der 35-Jährige ein Amt als Oberbürgermeister Münchens an. Wofür steht er? Ein Porträt

von Chris Schinke  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert