Nahost

Irans Revolutionsgarden testen Raketen bei Militärübung am Golf

Foto: imago stock&people

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben bei einer Militärübung am Persischen Golf ballistische Raketen erprobt. Nach Angaben des IRGC-Webportals waren alle am Dienstag durchgeführten Raketentests erfolgreich.

Die Militärübungen sollen laut IRGC die Einsatzbereitschaft der iranischen Truppen sowie die Effizienz der Raketen und Abwehrsysteme bei einem eventuellen Angriff testen, insbesondere seitens des Erzfeinds Israel. Details zu den abgefeuerten Raketen wurden nicht angegeben. 

Im Iran gibt es immer wieder Berichte über neue militärische Errungenschaften der IRGC. Letztes Jahr war auch die Rede von mehreren unterirdischem Raketenlagern, die die IRGC »Raketenstädte« nennt. Die meisten Operationen werden aber geheim gehalten und können daher nicht unabhängig überprüft werden. Laut IRGC und der Führung in Teheran dient das iranische Raketenprogramm nur der Verteidigung des Landes und soll keine Bedrohung für andere darstellen.  

Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie stellt sowohl die iranische Nahostpolitik als auch das Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion dar, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Außerdem besteht die Sorge, dass Irans Mittelstreckenraketen mit Reichweiten bis zu 2200 Kilometern Israel treffen könnten.

Die iranische Führung droht Israel immer wieder mit Auslöschung. »Das zionistische Gebilde ist wie Krebs, es muss ausgemerzt werden«, heißt es immer wieder von führenden Vertretern der iranischen Regierung. dpa/ja

Berlin

Antisemitische Schmierereien auf Skulpturen im Berliner Tiergarten

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

 04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026

Berlin

Rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen bis Januar

Linke, Grüne und SPD wollen erst im nächsten Jahr einen Koalitionsvertrag vorlegen. Und dann folgt noch ein Zwischenschritt

 04.11.2026

Koalitionsverhandlungen

Klingbeil fordert Linke auf, antisemitische Politiker rauszuwerfen

Bisher hat sich der SPD-Chef zurückgehalten, was die Berliner Koalitionsverhandlungen angeht. Jetzt macht er klar, was er von der Linken erwartet

 04.11.2026

USA

»Viele jüdische Wähler haben mit zugehaltener Nase abgestimmt«

Der jüdische Rechtsanwalt und Historiker Michael Traison über den Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms und die möglichen Folgen für Amerikas Beziehungen zu Israel

von Michael Thaidigsmann  04.11.2026

Midterm-Wahlen

Iran erfreut über Trumps Wahlniederlage

Nach der Wahlniederlage der Republikaner in den USA meldet sich die iranische Spitze. Auch vom obersten Führer Modschtaba Chamenei werden Worte veröffentlicht

 04.11.2026

Meinung

Her mit den Inhalten!

Ayala Goldmann freut sich über die Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt und ist gespannt auf das Programm

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Sachsen-Anhalt

Linke überlegt, Gegenkandidatin gegen Ulrich Siegmund aufstellen

Der AfD-Politiker Ulrich Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden, doch ihm fehlen drei Stimmen für eine Mehrheit. Die Linke prüft, ob sie eine eigene Kandidatin ins Rennen schickt.

 04.11.2026

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Midterm-Wahlen

Israels Opposition hofft auf Neustart der Beziehungen zu Amerika

Israels oppositionelle Demokraten freuen sich über den Wahlsieg ihrer US-Parteifreunde und hoffen auf eine künftige Verbesserung der zuletzt angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern

 04.11.2026