Nahost

Irans Revolutionsgarden testen Raketen bei Militärübung am Golf

Foto: imago stock&people

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben bei einer Militärübung am Persischen Golf ballistische Raketen erprobt. Nach Angaben des IRGC-Webportals waren alle am Dienstag durchgeführten Raketentests erfolgreich.

Die Militärübungen sollen laut IRGC die Einsatzbereitschaft der iranischen Truppen sowie die Effizienz der Raketen und Abwehrsysteme bei einem eventuellen Angriff testen, insbesondere seitens des Erzfeinds Israel. Details zu den abgefeuerten Raketen wurden nicht angegeben. 

Im Iran gibt es immer wieder Berichte über neue militärische Errungenschaften der IRGC. Letztes Jahr war auch die Rede von mehreren unterirdischem Raketenlagern, die die IRGC »Raketenstädte« nennt. Die meisten Operationen werden aber geheim gehalten und können daher nicht unabhängig überprüft werden. Laut IRGC und der Führung in Teheran dient das iranische Raketenprogramm nur der Verteidigung des Landes und soll keine Bedrohung für andere darstellen.  

Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie stellt sowohl die iranische Nahostpolitik als auch das Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion dar, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Außerdem besteht die Sorge, dass Irans Mittelstreckenraketen mit Reichweiten bis zu 2200 Kilometern Israel treffen könnten.

Die iranische Führung droht Israel immer wieder mit Auslöschung. »Das zionistische Gebilde ist wie Krebs, es muss ausgemerzt werden«, heißt es immer wieder von führenden Vertretern der iranischen Regierung. dpa/ja

Washington

Trump-Freund und Israel-Unterstützer: Senator Lindsey Graham ist tot

Gerade hatte der US-Republikaner Graham noch Kiew besucht, im November wollte er sich erneut zur Wahl stellen. Nun ist der langjährige Senator überraschend gestorben

 12.07.2026

Meinung

Wenn die Brandmauer bröckelt

Immer öfter erlebt unser Autor, dass die rechtsextreme AfD selbst in der gesellschaftlichen Mitte verharmlost wird. Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus Düsseldorf

von Jacques Abramowicz  12.07.2026

Interview

Karin Prien: »Würde mit Davidstern-Kette nicht in bestimmte Stadtviertel«

Die Bundesfamilienministerin (CDU) über Einsparungen in ihrem Ressort, das Programm »Demokratie leben« und ihre persönliche Betroffenheit vom wachsenden Antisemitismus in Deutschland

von Alexander Riedel, Birgit Wilke  12.07.2026

Magdeburg

Die AfD und ihr Plan für Sachsen-Anhalt

Jubel für Ulrich Siegmund, Vorwürfe gegen die CDU und ein 100-Tage-Plan mit radikalen Forderungen – was die AfD in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl vorhat

von Christopher Kissmann  12.07.2026

Teheran

Iranische Tageszeitung fordert Rache – auch gegen Merz

Die iranische Zeitung »Hamshahri« ruft in einer Online-Grafik zu Vergeltung gegen westliche Politiker auf. Darunter sind auch europäische Regierungschefs abgebildet

 12.07.2026

Maskat

Oman meldet Drohnenangriffe nahe Straße von Hormus

Der Oman hat sich im Iran-Krieg um eine möglichst neutrale Haltung bemüht, wurde aber auch selbst zum Ziel von Angriffen. Jetzt meldet das Land neue Drohnenangriffe

 12.07.2026

Meinung

Reformprogramm der Bundesregierung: Auf schmalem Grat

Ein Sozialstaat, der Sicherheit verspricht und Misstrauen praktiziert, ist ein Signal für jene Kräfte, die von Angst und Spaltung leben

von Günter Jek  12.07.2026

Erfurt

Voigt: Gespräch über Simson-Sonderstatus mit der EU

Die auf eine jüdische Familie zurückgehenden Simson-Mopeds sind mehr als DDR-Nostalgie: Sie können mit Tempo 60 fahren und verheißen jungen Leuten Mobilität. Doch Reimporte müssen langsamer fahren. Worin das Problem liegt

 12.07.2026

München

Anne Applebaum: Darum sollten CDU und AfD nicht kooperieren

Die jüdische US-Historikerin befasst sich mit den Gefahren für demokratische Gesellschaften. Im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« legt sie ihre Position zu Deutschland und Europa dar

 12.07.2026