Nahost

Irans Revolutionsgarden testen Raketen bei Militärübung am Golf

Foto: imago stock&people

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben bei einer Militärübung am Persischen Golf ballistische Raketen erprobt. Nach Angaben des IRGC-Webportals waren alle am Dienstag durchgeführten Raketentests erfolgreich.

Die Militärübungen sollen laut IRGC die Einsatzbereitschaft der iranischen Truppen sowie die Effizienz der Raketen und Abwehrsysteme bei einem eventuellen Angriff testen, insbesondere seitens des Erzfeinds Israel. Details zu den abgefeuerten Raketen wurden nicht angegeben. 

Im Iran gibt es immer wieder Berichte über neue militärische Errungenschaften der IRGC. Letztes Jahr war auch die Rede von mehreren unterirdischem Raketenlagern, die die IRGC »Raketenstädte« nennt. Die meisten Operationen werden aber geheim gehalten und können daher nicht unabhängig überprüft werden. Laut IRGC und der Führung in Teheran dient das iranische Raketenprogramm nur der Verteidigung des Landes und soll keine Bedrohung für andere darstellen.  

Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie stellt sowohl die iranische Nahostpolitik als auch das Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion dar, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Außerdem besteht die Sorge, dass Irans Mittelstreckenraketen mit Reichweiten bis zu 2200 Kilometern Israel treffen könnten.

Die iranische Führung droht Israel immer wieder mit Auslöschung. »Das zionistische Gebilde ist wie Krebs, es muss ausgemerzt werden«, heißt es immer wieder von führenden Vertretern der iranischen Regierung. dpa/ja

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