Nahost

Iran will keine Details zu Brand in Atomanlage nennen

Die Urananreicherungsanlage in Natans (2005) Foto: dpa

Der Iran will keine Details zu einem Brand in seiner Atomanlage Natans am Donnerstag öffentlich machen. Die Ursache des Feuers sei zwar bekannt, aber aus Sicherheitsgründen werde man keine weiteren Informationen nennen, sagte der Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrats laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim vom Freitag. Ursache und Art und Weise des »Unfalls« sollten zu angemessener Zeit bekannt gegeben werden.

Experten aus den USA gehen davon aus, dass es in einer neuen Fertigungsanlage für Zentrifugen zu einer Explosion kam, die das Feuer auslöste. Ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde hatte hingegen erklärt, dass es in einem »Industrieschuppen« und nicht in der Nuklearanreicherungsanlage gebrannt habe. Vom iranischen Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen zeigten allerdings ein zweistöckiges Backsteinhaus als Ort des Geschehens; es waren Brandspuren zu sehen und sein Dach schien zerstört worden zu sein.

Zusätzlich Verwirrung schürten ein Video und Botschaften im Internet, in denen eine Gruppe namens »Geparden der Heimat« behauptete, für das Feuer verantwortlich zu sein. Die nicht eindeutigen Botschaften und die Tatsache, dass auch Iran-Experten keine Gruppe dieses Namens kennen, führte zu dem Verdacht, dass die Atomanlage in Natans zum Ziel ausländischer Sabotage geworden sein könnte - wie schon einmal durch den Virus Stuxnet. Für diese Attacke waren damals die USA und Israel verantwortlich gemacht worden.

Der iranische General Gholam Resa Dschalali warnte am Donnerstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Misan, wenn es Beweise für Cyberangriffe auf das Land gebe, dann werde man reagieren. dpa

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026