Nahost

Iran will keine Details zu Brand in Atomanlage nennen

Die Urananreicherungsanlage in Natans (2005) Foto: dpa

Der Iran will keine Details zu einem Brand in seiner Atomanlage Natans am Donnerstag öffentlich machen. Die Ursache des Feuers sei zwar bekannt, aber aus Sicherheitsgründen werde man keine weiteren Informationen nennen, sagte der Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrats laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim vom Freitag. Ursache und Art und Weise des »Unfalls« sollten zu angemessener Zeit bekannt gegeben werden.

Experten aus den USA gehen davon aus, dass es in einer neuen Fertigungsanlage für Zentrifugen zu einer Explosion kam, die das Feuer auslöste. Ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde hatte hingegen erklärt, dass es in einem »Industrieschuppen« und nicht in der Nuklearanreicherungsanlage gebrannt habe. Vom iranischen Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen zeigten allerdings ein zweistöckiges Backsteinhaus als Ort des Geschehens; es waren Brandspuren zu sehen und sein Dach schien zerstört worden zu sein.

Zusätzlich Verwirrung schürten ein Video und Botschaften im Internet, in denen eine Gruppe namens »Geparden der Heimat« behauptete, für das Feuer verantwortlich zu sein. Die nicht eindeutigen Botschaften und die Tatsache, dass auch Iran-Experten keine Gruppe dieses Namens kennen, führte zu dem Verdacht, dass die Atomanlage in Natans zum Ziel ausländischer Sabotage geworden sein könnte - wie schon einmal durch den Virus Stuxnet. Für diese Attacke waren damals die USA und Israel verantwortlich gemacht worden.

Der iranische General Gholam Resa Dschalali warnte am Donnerstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Misan, wenn es Beweise für Cyberangriffe auf das Land gebe, dann werde man reagieren. dpa

Debatte um Erklärung

Hickhack bei Rot-Grün-Rot: Das steht in den Antisemitismus-Papieren

Die Berliner Regierungsbildung stockt, nachdem die Linke im Abgeordnetenhaus ein eigenes Papier zum Kampf gegen Antisemitismus gebilligt hat. Wo sich die zwei Erklärungen unterscheiden

 14.10.2026

Umfrage

66 Prozent der Unionswähler für Prüfung von AfD-Verbot

Eine Campact-Umfrage zeigt, dass die Wähler der Unionsparteien mehrheitlich für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens sind. Auch eine Koalition mit der AfD wird von Anhängern der Mitte-Parteien deutlich abgelehnt

 14.10.2026

Sachsen-Anhalt

Eine Woche voller Eklats

Nach der Wahl des Landtagspräsidiums bröckelt die »Brandmauer« in der CDU weiter. Das Gedenken in Halle bot einen Vorgeschmack auf ein Land unter AfD-Regierung

von André Anchuelo  14.10.2026

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU)

Landtag von Sachsen-Anhalt

Ministerpräsidenten-Wahl: CDU will im dritten Wahlgang im Plenarsaal sein

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt will die CDU den Plenarsaal zunächst verlassen. Für einen möglichen dritten Wahlgang kündigt Fraktionschef Sven Schulze ein anderes Vorgehen an. AfD und BSW beschließen derweil einen Antrag zur Ukraine

 14.10.2026

Berlin

»Eine gute Wahl«: Bundesregierung ernennt von Schnurbein zur Beauftragten für jüdisches Leben

Die 52-jährige EU-Beamtin ist am Mittwoch offiziell zur Nachfolgerin von Felix Klein bestellt worden. Aus den jüdischen Verbänden und Gemeinden kamen unisono positive Reaktionen

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Banaszak: Emdes Fraktions-Aus war Grundlage für Sondierungen

Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr betont hingegen, dass ihre Partei weiter »am Tisch sitzt« und auf eine Erklärung der Linken wartet

 14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Bundeschefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer Fraktion zu Antisemitismus dennoch für ausreichend

 14.10.2026

Berlin

Julia Klöckner: AfD-Verbotsverfahren nicht »aus dem Bauch heraus starten«

Die CDU-Bundestagspräsidentin warnt davor, die Rechtsaußen-Partei zum »Märtyrer« zu machen

 14.10.2026

Unterbrochene Sondierungen

Berliner CDU an Grüne und SPD: »Hand ist ausgestreckt«

Die Regierungsbildung zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin stockt. Nach der überraschenden Unterbrechung der Sondierungen meldet sich ein Wahlverlierer zu Wort

 14.10.2026