Nahost

Iran will keine Details zu Brand in Atomanlage nennen

Die Urananreicherungsanlage in Natans (2005) Foto: dpa

Der Iran will keine Details zu einem Brand in seiner Atomanlage Natans am Donnerstag öffentlich machen. Die Ursache des Feuers sei zwar bekannt, aber aus Sicherheitsgründen werde man keine weiteren Informationen nennen, sagte der Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrats laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim vom Freitag. Ursache und Art und Weise des »Unfalls« sollten zu angemessener Zeit bekannt gegeben werden.

Experten aus den USA gehen davon aus, dass es in einer neuen Fertigungsanlage für Zentrifugen zu einer Explosion kam, die das Feuer auslöste. Ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde hatte hingegen erklärt, dass es in einem »Industrieschuppen« und nicht in der Nuklearanreicherungsanlage gebrannt habe. Vom iranischen Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen zeigten allerdings ein zweistöckiges Backsteinhaus als Ort des Geschehens; es waren Brandspuren zu sehen und sein Dach schien zerstört worden zu sein.

Zusätzlich Verwirrung schürten ein Video und Botschaften im Internet, in denen eine Gruppe namens »Geparden der Heimat« behauptete, für das Feuer verantwortlich zu sein. Die nicht eindeutigen Botschaften und die Tatsache, dass auch Iran-Experten keine Gruppe dieses Namens kennen, führte zu dem Verdacht, dass die Atomanlage in Natans zum Ziel ausländischer Sabotage geworden sein könnte - wie schon einmal durch den Virus Stuxnet. Für diese Attacke waren damals die USA und Israel verantwortlich gemacht worden.

Der iranische General Gholam Resa Dschalali warnte am Donnerstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Misan, wenn es Beweise für Cyberangriffe auf das Land gebe, dann werde man reagieren. dpa

Frankfurt am Main

Josef Schuster: Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt in Gefahr

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland blickt nach dem Sieg der AfD bei den Landtagswahlen sorgenvoll auf das Bundesland

 26.10.2026

Berlin

Linke-Kandidat für Neukölln: Recherchen dokumentieren Nähe zu PFLP-Sympathisanten

Ein Dossier der Monitoringgruppe Amit, über das die »Welt« berichtet, dokumentiert mehrere Berührungspunkte des 45-jährigen Rechtsanwalts mit Personen und Veranstaltungen, bei denen Sympathien für die Organisation erkennbar waren.

 26.10.2026

Berlin

Schuster: Nehme der Linken Abkehr von Antisemitismus nicht ab

Der Kampf gegen Judenhass erschwert die Gespräche über Rot-Grün-Rot in Berlin. Eine Erklärung der Linken reicht dem Präsidenten des Zentralrats der Juden nicht

 26.10.2026

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 25.10.2026

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Platzwunde und Hämatome im Gesicht: Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026