Nahost

Iran will keine Details zu Brand in Atomanlage nennen

Die Urananreicherungsanlage in Natans (2005) Foto: dpa

Der Iran will keine Details zu einem Brand in seiner Atomanlage Natans am Donnerstag öffentlich machen. Die Ursache des Feuers sei zwar bekannt, aber aus Sicherheitsgründen werde man keine weiteren Informationen nennen, sagte der Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrats laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim vom Freitag. Ursache und Art und Weise des »Unfalls« sollten zu angemessener Zeit bekannt gegeben werden.

Experten aus den USA gehen davon aus, dass es in einer neuen Fertigungsanlage für Zentrifugen zu einer Explosion kam, die das Feuer auslöste. Ein Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde hatte hingegen erklärt, dass es in einem »Industrieschuppen« und nicht in der Nuklearanreicherungsanlage gebrannt habe. Vom iranischen Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen zeigten allerdings ein zweistöckiges Backsteinhaus als Ort des Geschehens; es waren Brandspuren zu sehen und sein Dach schien zerstört worden zu sein.

Zusätzlich Verwirrung schürten ein Video und Botschaften im Internet, in denen eine Gruppe namens »Geparden der Heimat« behauptete, für das Feuer verantwortlich zu sein. Die nicht eindeutigen Botschaften und die Tatsache, dass auch Iran-Experten keine Gruppe dieses Namens kennen, führte zu dem Verdacht, dass die Atomanlage in Natans zum Ziel ausländischer Sabotage geworden sein könnte - wie schon einmal durch den Virus Stuxnet. Für diese Attacke waren damals die USA und Israel verantwortlich gemacht worden.

Der iranische General Gholam Resa Dschalali warnte am Donnerstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Misan, wenn es Beweise für Cyberangriffe auf das Land gebe, dann werde man reagieren. dpa

Berlin

»Yalla Intifada«: Gewaltaufruf bei Veranstaltung der Linken Neukölln

Bei einer Wahlkampfkundgebung der Linkspartei in Berlin-Neukölln performte der umstrittene Rapper Dahabflex. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp distanziert sich von dessen Auftritt

 30.08.2026

Querfurt

AfD-Politiker verteidigt russische Armeetasse im Büro

Der AfD-Politiker Tillschneider empfängt einen Journalisten in seinem Wahlkreisbüro. Dort gerät eine Tasse mit rotem Stern in den Blick. Der Politiker will eine Veröffentlichung verhindern? Warum?

 30.08.2026

Förderung

Prien: Hohe Beteiligung bei »Demokratie leben!«

Für den Umbau des Förderprogramms hat die Familienministerin viel Kritik eingesteckt. Doch die CDU-Politikerin sieht sich bestätigt. Zugleich sagt sie: »Ich habe verstanden«

 30.08.2026

Iran-Krieg

Chamenei wirbt für gemeinsame Front gegen USA und Israel

Irans oberster Führer fordert die muslimischen Staaten auf, sich gegen die USA und Israel zu verbünden. Dazu wendet er sich mit einer seltenen Nachricht an die Öffentlichkeit

 30.08.2026

Berlin

Insa-Umfrage: AfD in Sonntagsfrage weiter vorn

Stünde jetzt eine Bundestagswahl an, entschiede sich nur knapp jeder dritte Wähler für eine der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Vorn liegt unverändert eine andere politische Kraft

 30.08.2026

Ina Czyborra

Berlin

Kein Antisemitismusbeauftragter vor der Abgeordnetenhauswahl

Das Auswahlverfahren für eine Ansprechperson an Hochschulen der Bundeshauptstadt ist vorerst gescheitert

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Interim

Christoph de Vries übernimmt zeitweise Amt von Felix Klein

Der langjährige Antisemitismusbeauftragte Felix Klein wechselt als deutscher Vertreter zur OECD nach Paris. Bis seine Nachfolge geklärt ist, übernimmt der Parlamentarische Staatssekretär seine Aufgaben

von Anna Mertens  28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026