Diplomatie

Iran und Ukraine: So verlief das Gespräch zwischen Trump und Putin

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin (Archiv) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben nach Angaben aus Moskau über den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg gesprochen. Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit. Trump habe angerufen. Aus den USA gab es zu dem Telefonat zunächst keine Informationen.

Putin habe in dem Telefonat Überlegungen für eine baldige politisch-diplomatische Lösung für den Iran-Krieg geäußert unter Berücksichtigung der Kontakte zu den Führungen der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und weiterer Staaten, hieß es. Trump habe seine Einschätzung der Entwicklung gegeben. Es habe ein sachlicher Meinungsaustausch stattgefunden.

Israel und die USA greifen den Iran seit gut einer Woche an. Teheran antwortet mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in den benachbarten Staaten am Persischen Golf und in Israel. 

Außerdem habe der US-Präsident erneut sein Interesse ausgedrückt, den Ukraine-Krieg so schnell wie möglich zu beenden, hieß es in der Mitteilung. Russland habe die Vermittlungsbemühungen von Trump und seinem Team positiv bewertet und eine Beurteilung der derzeitigen Lage an der Front gegeben. Russland rücke dort »äußerst erfolgreich« vor, sagte Uschakow. Die russische Armee arbeitet sich in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Beobachtern zufolge langsam vor und erleidet hohe Verluste.

Die USA saßen zuletzt als Vermittler bei direkten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien Russland und der Ukraine mit am Tisch. Der Iran-Krieg verzögert derzeit eine neue Gesprächsrunde.

In dem Telefonat sei es vor dem Hintergrund der Lage auf dem Ölmarkt auch um Venezuela gegangen. Anfang des Jahres haben die USA Venezuela angegriffen und den autoritären Machthaber Maduro gefangengenommen. Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Weißen Haus haben er und Putin immer wieder miteinander telefoniert. dpa

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