Meinung

Iran: Todesgrüße auf Hebräisch

Philipp Peyman Engel Foto: Chris Hartung

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Iran: Todesgrüße auf Hebräisch

Das Mullah-Regime provoziert kurz vor Purim mit unverhüllten Vernichtungsforderungen

von Philipp Peyman Engel  14.03.2016 19:13 Uhr

Es gibt nichts Neues unter der Sonne» – diese salomonische Weisheit drängt sich einem dieser Tage wieder einmal auf, wenn man Richtung Iran und auf das alte Persien schaut. Damals wie heute ist der Wunsch in dem Land groß, das jüdische Volk auszulöschen.

«Und Haman trachtete, alle Juden zu vernichten, die im ganzen Königreich Achaschwerosch waren, das Volk Mordechais», heißt es in der Megillat Esther, die wir an Purim nächste Woche wieder lesen werden, um uns an unsere Rettung vor der Vernichtung in der persischen Diaspora zu erinnern.

drohung Heute, rund 2400 Jahre später, lautet die unmissverständliche Drohung: «Israel muss ausradiert werden.» Dieser Satz jedenfalls war auf Mittelstreckenraketen zu lesen, die der Iran vor einer Woche im Rahmen seines Testprogramms abgefeuert hat. Mitglieder der Revolutionsgarde sollen die Forderung – in hebräischen Lettern – auf die Geschosse geschrieben haben, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars.

«Wir haben unsere Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern gebaut, um unseren Feind, das zionistische Regime, aus einer sicheren Entfernung treffen zu können», sagte Brigadegeneral Amir Ali Hadschisadeh unverblümt. Die abgefeuerten Raketen wären durchaus in der Lage gewesen, atomare Sprengköpfe zu transportieren. Die Mullahs meinen es ernst.

un-sicherheitsrat Trotzdem blieb ein Aufschrei der internationalen Gemeinschaft aus. Die wegen der Raketentests eilends einberufene Sitzung des UN-Sicherheitsrats wurde ohne Ergebnis beendet. Russland und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sahen in der iranischen Provokation keinen Verstoß gegen das Atomabkommen. Immerhin, die USA verurteilten die Mullahs scharf.

Doch das Gros des Westens scheint nach Aufhebung der Wirtschaftssanktionen um beste Beziehungen zu Teheran bemüht. Vielleicht ist einige Tage vor Purim kein schlechter Zeitpunkt, um daran zu erinnern, dass der Iran Terrorexporteur Nummer eins im Nahen Osten ist, Dissidenten auf Marktplätzen erhängt und tagtäglich damit droht, Israel zu vernichten.

Damals wollte Haman uns auslöschen, heute sind es die Mullahs in Teheran. Wenn der Westen das viel zitierte «Nie wieder!» ernst meint, darf er nun nicht schweigen.

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