Nahost

Iran dementiert Verhandlungen mit den USA

Modschtaba Chamenei Foto: picture alliance / Anadolu

Nahost

Iran dementiert Verhandlungen mit den USA

US-Präsident Donald verschiebt ein Ultimatum und verweist auf »produktive Gespräche« mit dem Iran. Aus Teheran kommt ein Dementi

 23.03.2026 13:46 Uhr

Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen. 

Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt, in den kommenden fünf Tagen auf Angriffe gegen iranische Energieanlagen zu verzichten und verwies dabei auf »produktive Gespräche« über ein Ende der gegenseitigen Angriffe.

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Ursprünglich hatte er Teheran ein Ultimatum gesetzt, bis zur Nacht auf Dienstag (MEZ) die Straße von Hormus zu öffnen - andernfalls wollte er Irans Kraftwerke zerstören lassen.

Die Agentur Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Tasnim schrieb, Trump habe sich »vom Druck der Finanzmärkte« überzeugen lassen. Der Iran werde die Verteidigung fortsetzen, »bis die notwendige Abschreckung erreicht ist«. dpa

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