»Brandmauer«

Internationales Auschwitz Komitee empört über neue Diskussion

Die Schoa-Überlebende Eva Umlauf ist Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees Foto: picture alliance/KEYSTONE

Die erneute Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD sorgt beim Internationalen Auschwitz Komitee für Empörung und Unverständnis. »Es liegt außerhalb meines Verständnisses und meiner Akzeptanz, dass in demokratischen Parteien eine Zusammenarbeit mit Parteien für möglich gehalten wird, die jener ekelhaften und tödlichen Ideologie nahe stehen, die meine Familie, Deutschland und Europa schon einmal in den Abgrund gerissen hat«, erklärte die Präsidentin des Komitees, Eva Umlauf. 

Mit dem Begriff »Brandmauer« ist die strikte Abgrenzung zur AfD gemeint.

Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Komitees, bedankte sich im Namen von Holocaust-Überlebenden bei Menschen in Deutschland, »die rechtsextreme Parteien juristisch und politisch bekämpfen und die Brandmauer durch ihre politische Arbeit und ihr Wahlverhalten stabilisieren«. Mit dem Begriff »Brandmauer« ist die strikte Abgrenzung zur AfD gemeint.

Früher einflussreiche Unionspolitiker hatten sich für eine neue Strategie im Umgang mit der AfD ausgesprochen. CDU-Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte die AfD zum »Hauptgegner« für die bevorstehenden Wahlkämpfe und stellte klar, dass es unter ihm keine Zusammenarbeit mit der Partei geben werde. Vor einer zweitägigen Klausurtagung der CDU-Führung wurden die Forderungen nach einer Aufweichung der harten Abgrenzung zur AfD aber lauter. Die CDU-Führung kommt heute und morgen zusammen. dpa

Interview

»Mein Traum: eine Synagoge ohne Security«

Rabbiner Pinchas Goldschmidt über die Tagung der Europäischen Rabbinerkonferenz, Proteste im Iran und Israel

 04.02.2026

Margaritis Schinas

»Es gibt keine EU-Sanktionen gegen Israel«

Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission ist zuversichtlich, dass das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Israel repariert werden kann

von Michael Thaidigsmann  04.02.2026

Australien

Ex-Uni-Mitarbeiterin wegen antisemitischer Tirade vor Gericht

»Ihr seid verdammte, schmutzige Zionisten« soll Rose Nakad jüdischen Studenten zugerufen haben

 04.02.2026

Australien

Poster mit Konterfei des Bondi-Beach-Attentäters aufgetaucht

Die Plakate seien »tief beleidigend« und eine Missachtung der Kunst, sagt Melbournes Bürgermeister Nicholas Reece

 04.02.2026

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  04.02.2026

Berlin

Ahmed Abed weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück

Der Kandidat der Linken für das Amt des Bezirksbürgermeisters von Neukölln nennt angebliche Menschenrechtsverletzungen durch Israel in Gaza und sagt, es sei legitim, diese anzusprechen

 04.02.2026

Dresden

Im Landtag: AfD-Abgeordneter festgesetzt

Polizeibeamte führten den Abgeordneten Jörg Dornau aus dem Plenarsaal und befragten ihn

 04.02.2026

Jerusalem

Machado wirbt für Neustart der Beziehungen zwischen Venezuela und Israel

Das Gespräch der venezolanischen Oppositionsführerin mit Außenminister Gideon Sa’ar steht im Zeichen eines möglichen politischen Neuanfangs in ihrem Land

 04.02.2026

Düsseldorf

Antisemitismus an Hochschulen: Forscher fordert mehr Aufklärung

Der Leiter der Zentralen Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in NRW fordert außerdem, Studentenvertretungen Mittel zu entziehen, wenn sie antisemitische Inhalte verbreiten

 04.02.2026