Österreich

IKG Wien veröffentlicht Zahlen zu antisemitischen Vorfällen

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Oskar Deutsch Foto: picture alliance / HERBERT PFARRHOFER / APA / picturedesk.com

Trotz eines Rückgangs liegt die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Österreich laut Israelitischer Kultusgemeinde Wien (IKG) weiter auf sehr hohem Niveau. Der Antisemitismus-Meldestelle der IKG seien 2022 insgesamt 719 Vorfälle gemeldet worden, teilte die IKG am Montag mit. Das sei zwar ein Minus von 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber sei immer noch der zweithöchste Wert seit Beginn der Dokumentation 2008, sagte IKG-Präsident Oskar Deutsch am Montag.

Mehr als die Hälfte der Vorfälle sei dem politisch rechten Spektrum zuzuordnen, 20 Prozent seien auf die linke Szene, 9 Prozent auf muslimisch geprägte Täter zurückzuführen. »Jeder antisemitische Vorfall ist ein antisemitischer Vorfall zu viel«, so Deutsch.

Kinder und Jugendliche Erschreckend sei die Zahl der Angriffe gegen jüdische Kinder und Jugendliche sowie das junge Alter von Tätern, sagte Deutsch. Die IKG verwies auf ähnliche Beobachtungen in Deutschland und Großbritannien.

Die Gesamtzahl setze sich zusammen aus 14 Angriffen, 21 Bedrohungen, 122 Sachbeschädigungen, 140 Massenzuschriften und 422 Fällen von verletzendem Verhalten. Damit sei die Intensität der Vorkommnisse im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, hieß es. Die Statistik zeige nur einen Bruchteil des wahren Ausmaßes. Die Dunkelziffer sei wohl weit höher, so Deutsch.

Nicht zuletzt hatte die Corona-Pandemie für einen Rekord an Meldungen im Jahr 2021 gesorgt. Insgesamt wurden damals 965 Fälle registriert. dpa

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026