Berlin

Humboldt-Uni will auf Polizei bei »Pro-Palästina«-Demos verzichten

Die Berliner Humboldt-Universität Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening

Die Berliner Humboldt-Universität (HU) will bei »Pro-Palästina«-Protesten an der Hochschule möglichst auf den Einsatz von Polizei verzichten. »Das ist das allerletzte Mittel«, sagte Universitätspräsidentin Julia von Blumenthal dem Berliner »Tagesspiegel« (Print/Mittwoch): »Solange sich eine Aktion in dem sehr weiten Raum der Meinungsfreiheit bewegt, müssen wir das aushalten.«

In dem Moment, wo eine Tat eindeutig strafbar sei, stehe erst einmal die Frage der Strafanzeige im Raum. »Wenn es gewalttätig würde und Menschen gefährdet wären, müssten wir tatsächlich die Polizei rufen«, sagte die Politikwissenschaftlerin.

In der vergangenen Woche war es unter anderem an der Freien Universität Berlin zu einem Zwischenfall gekommen. Aktivisten der Gruppe »Students for Free Palestine« hatten am Donnerstag zeitweilig einen Hörsaal besetzt. Dabei kam es auch zu antisemitischen Äußerungen.

Aus Sorge vor einer Eskalation hatte die Universitätsleitung die Hörsaalbesetzung durch die Polizei auflösen lassen. Berlins Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) ermutigte die Hochschulen, neben einer konsequenten Ausübung des Hausrechts Präventions-, Schulungs- und Unterstützungsstrukturen auszubauen.

Auf die Frage, ob sie den Eindruck teile, dass es an deutschen Hochschulen unter Studierenden »eine besondere Sympathie für die palästinensische Seite« gebe und jüdische Studierende »sich nicht mehr sicher fühlen können«, sagte Blumenthal: »Das finde ich schwierig zu beurteilen, weil es sich hierbei immer um subjektive Wahrnehmungen handelt.« Es gebe dazu keine validen Umfragen. epd

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Washington D.C.

Iran-Krieg: Trump ringt hinter den Kulissen mit Zweifeln und Sorgen

Angst um die Wirtschaft und die Befürchtung, ihn könnte das politische Schicksal von Jimmy Carter ereilen, beeinflussen den Präsidenten

 20.04.2026

London

Festnahmen nach neuem Brandanschlag auf Synagoge in London

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Handeln die Täter im Auftrag Irans gegen Geld?

 20.04.2026

Teheran

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Am Mittwoch läuft die Waffenruhe im Iran-Krieg aus. US-Präsident Trump nennt einen neuen Verhandlungstermin. Aber das Teheraner Regime sieht keine »Perspektive für seriöse Verhandlungen«

 20.04.2026

Berlin

Deutsche Marine bereitet Einsatz in Straße von Hormus vor

Noch ist ein dauerhafter Waffenstillstand am Golf nicht absehbar. Doch Deutschlands Marine bereitet sich bereits auf den Tag X vor. Es geht um das Räumen von Minen in der Straße von Hormus

 20.04.2026

London

Antisemitismus-Vorwürfe: Britische Grüne suspendieren jüdischen Anti-Zionisten

Tony Greenstein stellte die Verbrechen der Hamas infrage und äußerte sich zugunsten der Terrororganisation. Es ist nicht sein erster Parteiausschluss

 20.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026