Kriminalität

Hohe Bedrohungslage durch antisemitische Gewalt

Jede Unterstützung dieser Organisationen sei eine Straftat, das gelte für Propaganda im Netz genauso wie auf der Straße. Palästinaflagge und anti-israelische Schmierereien am Herrmannplatz in Berlin-Neukölln Foto: picture alliance/dpa

Vor dem Jahrestag des Angriffs der Terrororagnisation Hamas auf Israel warnt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor einer hohen Bedrohungslage durch islamistische, antisemitische und israelfeindliche Gewalt. »Unsere Verbote der Terrororganisation Hamas und weiterer islamistischer Vereinigungen in Deutschland ermöglichen ein hartes Durchgreifen der Behörden«, teilte die Ministerin am Freitag mit. Jede Unterstützung dieser Organisationen sei eine Straftat, das gelte für Propaganda im Netz genauso wie auf der Straße.

»Es ist gerade jetzt angesichts des drastischen Anstiegs antisemitischer Straftaten in Deutschland unsere Verantwortung, alles zum Schutz von Jüdinnen und Juden zu tun«, betonte Faeser.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hat sich die Zahl der antisemitischen Straftaten von Januar bis Anfang Oktober 2023 gegenüber den Zahlen im gleichen Zeitraum in diesem Jahr mehr als verdoppelt. So wurden 2023 in diesem Zeitraum 1.600 Straftaten von der Polizei erfasst. 2024 belief sich die Zahl in diesen Monaten auf 3.200. Auch die Gefahr gewalttätiger Übergriffe auf Jüdinnen und Juden sowie jüdische Einrichtungen durch Extremisten sei im Kontext des Nahostkonflikts gestiegen, teilte das Ministerium mit.

Bei dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 in Israel wurden mehr als 1.200 Menschen brutalst ermordet, mehr als 240 Frauen, Männer und Kinder wurden in den Gaza-Streifen verschleppt. Etwa 100 Geiseln befinden sich noch immer in der Gewalt der Hamas. epd

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