Wiesbaden

Hessen lädt iranischen Generalkonsul aus

Manfred Pentz (CDU), hessischer Minister für Internationales Foto: picture alliance/dpa

Nach der iranischen Attacke auf Israel am vergangenen Wochenende mit Raketen und Drohnen hat die hessische Landesregierung einen iranischen Topdiplomaten mit einem Brief ausgeladen.

Mansour Airom, Generalkonsul in Frankfurt, sei bei einem Empfang am kommenden Montag in der Staatskanzlei in Wiesbaden für konsularische Vertretungen nicht mehr willkommen, teilte Manfred Pentz (CDU), Minister für Internationales, am Freitag mit. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung darüber berichtet. Beim iranischen Generalkonsulat in Frankfurt war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Minister Pentz teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: »Gute Beziehungen mit Deutschland und gleichzeitig Israel mit Raketen zu beschießen, passt nicht zusammen. Nach dem furchtbaren Raketenangriff auf Israel ist aus meiner Sicht jedenfalls nicht der Moment, mit dem iranischen Generalkonsul Höflichkeiten auszutauschen.« Bei dessen Land könne nach der Forderung harter Sanktionen nicht einige Tage später so getan werden, »als ob nichts gewesen wäre«.

Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge soll Israel wiederum in der Nacht zum Freitag den Iran angegriffen haben, als Reaktion auf die iranischen Luftangriffe auf Israel am Wochenende. Die Rede war von einer oder mehreren israelischen Drohnen, die ein Ziel im Iran angegriffen hätten. Berichte über Schäden gab es zunächst nicht. dpa

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