Buchenwald

Hausverbot für AfD bleibt bestehen

Jens-Christian Wagner ist der neue Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Foto: dpa

Das Hausverbot für führende AfD-Politiker in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bleibt bestehen. Das bekräftigte der neue Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, bei seiner Amtseinführung am Montag in Erfurt.

Er sei nicht dafür bekannt, Auseinandersetzungen mit den Rechtspopulisten aus dem Weg zu gehen. Der Historiker hatte das Amt zum 1. Oktober von Volkhard Knigge übernommen, der sich im Frühjahr in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Für Wagner, der zuletzt sechs Jahre die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten leitete, ist mit dem Amt auch die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte verbunden. Bis 2014 habe er bereits 15 Jahre in der Gedenkstätte Buchenwald »Büro an Büro mit Volkhard Knigge, dem ich sehr viel verdanke«, gearbeitet, sagte der gebürtige Göttinger.

hauptanliegen Ein Hauptanliegen seiner künftigen Arbeit sei es, noch mehr herauszuarbeiten, wie es zum Netzwerk der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie ihrer vielen Außenlager kommen konnte. »Beide fielen ja 1937 und 1943 nicht einfach vom Himmel«, erklärte er.

Insgesamt starben nach Stiftungsangaben von 1937 bis 1945 mehr als 76.000 Menschen in den beiden KZs. Mehr als 340.000 Menschen wurden auf den Ettersberg bei Weimar und in die unterirdischen Stollen des Südharzes verschleppt.

Vor Ausbruch der Corona-Epidemie kamen jährlich etwa eine halbe Million Menschen nach Buchenwald. Die Stiftung beschäftigt laut Wagner etwa 70 Mitarbeiter, dazu noch um die 50 Honorarkräfte für Führungen. Die Finanzierung von jährlich etwa sieben Millionen Euro stamme zu gleichen Teilen von Land und Bund. epd

Terror

Berlin am Tag zwei nach dem CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag: Kanzler Merz kündigt Konsequenzen an, Herkunft des Todesopfers bekannt, verletzten Opfern geht es besser

 27.07.2026

Berlin

Neuköllns Integrationsbeauftragte: Härter gegen Islamismus vorgehen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin erklärt Güner Yasemin Balci, dass es in ihrem Bezirk sowohl mit Homophobie als auch mit Islamismus ein massives Problem gebe

 27.07.2026

New York

Angehörige von Opfern des 11. September wollen Mamdani von Gedenkfeier ausschließen

Die Betroffenen werfen dem Politiker vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert zu haben

 27.07.2026

Teheran

Chamenei bekräftigt Unterstützung für Hisbollah

Es gebe »keinen anderen Weg als Dschihad und Widerstand« gegen Israel, sagt der Oberste Führer

 27.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026