Meinung

Grünes Licht für Zuwanderer

Deutschland schrumpft. Nach dem Demografiebericht, den die Bundesregierung im Herbst dieses Jahres vorlegen will, könnte die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter von heute rund 50 Millionen bis zum Jahr 2050 auf 26,5 Millionen sinken. Das schreibt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Lösung liegt auf der Hand: Es braucht Zuwanderer. Ohne sie geht es in Zukunft nicht mehr. Andernfalls wird Deutschland in den nächsten Jahrzehnten zur Rentnerrepublik und zu einem der wirtschaftlichen Schlusslichter Europas. Mehr als 200.000 jüdische Migranten sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Warum nicht noch mehr holen? Warum sie nicht anwerben? Die Investition würde sich lohnen.

nachhaltig Die meisten jüdischen Zuwanderer im erwerbsfähigen Alter haben sich hervorragend integriert. Sie sind gebildet und bereit, sich beruflich zu verändern. Sie haben Biss und den Willen, sozial aufzusteigen. Das wirkt bis in die zweite und dritte Generation nach. Jüdischen Interessenten aus Osteuropa schon jetzt die Zuwanderung nach Deutschland zu erleichtern, wäre ein Projekt mit Nachhaltigkeitscharakter – nicht nur für die Gemeinden, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Seit 2005 müssen osteuropäische Juden, die nach Deutschland auswandern wollen, eine sogenannte positive Integrationsprognose nachweisen. Schluss damit! Sie haben doch längst bewiesen, dass sie sich integrieren können. Und noch einiges mehr.

Ehrung

Preis von Union progressiver Juden für Bundesministerin Prien

Sie ist die erste Bundesministerin mit jüdischen Wurzeln. Nun wird Karin Prien für ihre Verdienste für das Judentum in Deutschland geehrt. Sie empfinde die Würdigung vor allem als Auftrag, sagt sie

von Nikolas Ender  18.03.2026

Bundestag

Merz über Iran-Krieg: »Wir hätten abgeraten«

Allen Aufforderungen des US-Präsidenten an die Europäer zum Trotz bleibt Kanzler Merz in Sachen Iran-Krieg hart. Vor dem EU-Gipfel in Brüssel setzt er auf mehr europäisches Selbstbewusstsein

 18.03.2026

Suchmaschine

USA ermöglichen Recherche zu Nazis in der eigenen Familie

War der eigene Opa ein Nazi? Diese Frage kann nun über das US-Nationalarchiv beantwortet werden. Erstmals wurden die überlieferten Mitgliedskarteien der NSDAP vollständig ins Netz gestellt

von Sabina Crisan, Marc Fleischmann  18.03.2026

Interview

»Teil der iranischen Militärstrategie«

Die jüdische Gemeinschaft wird von einer weltweiten Serie von Terroranschlägen erschüttert. Der Experte Hans-Jakob Schindler erklärt, was das mit der hybriden Kriegsführung des iranischen Mullah-Regimes zu tun hat

von Ninve Ermagan  18.03.2026

Meinung

Was im Iran-Krieg bisher erreicht wurde

Israelis und Amerikaner können durchaus schon militärische Erfolge gegen den Iran vorweisen. Das Mullah-Regime wird definitiv schwächer aus diesem Konflikt herauskommen, als es hineingegangen ist

von Sima Shine  18.03.2026

Literatur

Als die Donau durch Kakanien floss

Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

von Awi Blumenfeld  18.03.2026

Judenhass

Erneute Antisemitismus-Skandale bei der Deutschen Welle

Medienberichten zufolge haben zwei arabische Mitarbeiter des deutschen Auslandssenders in den sozialen Netzwerken Hassposts über Israel verbreitet

 18.03.2026

Meinung

Die Hertie School ist eine seltene Ausnahme

An der privaten Hochschule wurde die Studierendenvertretung für eine Pro-BDS-Resolution abgestraft. Das ist ein wichtiges Signal. Doch das Problem des Antisemitismus an deutschen Universitäten reicht viel weiter

von Ron Dekel  18.03.2026

Teheran

Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor

Der iranische Geheimdienst berichtet von Festnahmen. Auch Schusswaffen und Satelliten-Internetgeräte sollen sichergestellt worden sein

 18.03.2026