»Jeder Name zählt«

Großes Interesse an digitalem NS-Erinnerungsprojekt

Das digitale Erinnerungsprojekt »Jeder Name zählt« der Arolsen Archives stößt auf großes Interesse. Innerhalb der ersten drei Wochen seit Projektstart hätten Freiwillige mehr als 150.000 Namen digitalisiert, gab Direktorin Floriane Azoulay am Dienstag in Bad Arolsen bekannt.

ARCHIV Das internationale Zentrum über die NS-Verfolgung Arolsen Archives hat bereits 26 Millionen Dokumente über Opfer der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen in seinem Online-Archiv veröffentlicht und wurde dafür mit dem diesjährigen European Heritage Award ausgezeichnet. Seine Sammlung zählt zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Ziel des Erinnerungsprojektes ist es, so viele Menschen wie möglich dazu zu bewegen, bei der Digitalisierung von Deportationslisten aus Konzentrationslagern wie Buchenwald oder Bergen-Belsen mitzuhelfen. Das Einpflegen einer Liste dauert etwa eine halbe Stunde.

DENKMAL »Digitales Erinnern ist eine zeitgemäße Möglichkeit des Gedenkens, mit der wir vor allem auch junge Menschen ansprechen wollen«, erklärte Azoulay. Es ermögliche ein aktives, teilhabendes Handeln quasi vom Sofa aus. »Indem man die Erinnerung an einzelne Schicksale vor dem Vergessen rettet, entsteht durch das Mitwirken Vieler ein großes Online-Denkmal«, sagte sie.

In dem Online-Archiv haben bisher rund 500.000 Nutzer nach Personen recherchiert. Bis 2025 wollen die Arolsen Archives alle Namen in ihrer historischen Sammlung von Dokumenten digitalisieren und somit online recherchierbar machen. epd

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026

Gedenkstätte

Buchenwald-Verbände lehnen »Kufiyas«-Kampagne ab

Die Initiatoren der Kampagne würden zudem die historische Dimension der NS-Verbrechen verkennen

 06.03.2026

Washington D.C.

Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Seit Samstag greifen die USA - zusammen mit Israel - den Iran aus der Luft an. Neben vielen anderen Fragezeichen hinter der Militäraktion ist auch unklar, wie viel das eigentlich kostet

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Düsseldorf

AfD-Jugend NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Neuer Name, aber nach Einschätzung der Behörden alte Strukturen: Der NRW-Verfassungsschutz hat die AfD-Jugend erneut im Visier

 06.03.2026

Teheran

Internet im Iran weiterhin gesperrt

Irans Sicherheitsapparat hat die Bevölkerung wegen des Kriegs vom Internet abgeschnitten. Nur wenige ausgewählte Menschen haben Netz

 06.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 06.03.2026 Aktualisiert

Berlin

Trauer um Chamenei in Berliner Moschee

Auf dem Gelände der Moschee hingen mehrere Traueranzeigen, in denen der getötete Geistliche als Märtyrer bezeichnet wurde

 06.03.2026