Meinung

Gesicht zeigen – auch bei Facebook

Anfang Juli haben 21 Schoa-Überlebende in einem offenen Brief das soziale Netzwerk Facebook dazu aufgefordert, Seiten, die den Holocaust leugnen endgültig zu entfernen. Als Opfer und Zeitzeugen des Horrors fühlten sie sich tief verletzt und angegriffen, heißt es in dem Schreiben, das auf der Internetseite des Simon-Wiesenthal-Zentrums zu lesen ist.

Facebook reagierte prompt und teilte mit, dass das bloße Leugnen des Holocaust keine Verletzung der Geschäftsbedingungen darstelle. Man werde Menschen nicht verbieten, Aussagen über historische Ereignisse zu machen. Erst, wenn Kommentare bedrohlich würden, werde man die Seiten löschen.

Dislike »Gefällt mir« absolut nicht! Facebook sollte jetzt endlich Flagge zeigen und diese Seiten löschen. Das mittlerweile 750 Millionen Mitglieder starke soziale Netzwerk schiebt stattdessen als billige Entschuldigung seine Geschäftsbedingungen vor, um Seiten wie zum Beispiel »Holohoax« für jeden Nutzer zugänglich zu halten. Dinge, die dort verbreitet werden, haben nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun – das ist antisemitische Hetze, die vom Teenager bis zum Senior jeder unzensiert lesen kann.

Technische Möglichkeiten, um diese Hass-Seiten zu tilgen, gibt es. Die Man-power hat das Unternehmen, das gefühlt alle drei Tage ein neues Spielchen für seine Nutzer einführt, offenbar auch. Jetzt fehlt nur noch der Wille. Dann sage ich: »Gefällt mir«.

Teheran

Viele Bewohner Teherans harren in ihren Wohnungen aus

Seit Ende Februar führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Die Lage in der Hauptstadt fühlt sich für viele Bewohner zunehmend unsicher an

 12.03.2026

Teheran

Ist Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad doch noch am Leben?

Zahlreiche Medien meldeten den Tod des Ex-Präsidenten. Doch »The Atlantic« zufolge, soll Ahmadinedschad untergetaucht sein

 12.03.2026

Tel Aviv

Israels Armee meldet Angriff auf iranische Nuklearanlage bei Teheran

An der Atomanlage Taleghan entstanden bei den Luftangriffen erhebliche Schäden

 12.03.2026

Teheran

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Die Eidgenossenschaft vertritt als Schutzmacht der Vereinigten Staaten auch deren Interessen im Iran. Wegen anhaltender Angriffe bringt die Regierung in Bern ihre Mitarbeiter vorübergehend außer Landes

 12.03.2026

Nahost

Zahl verletzter US-Soldaten nach Drohnenangriff in Kuwait steigt

Nach dem Vorfall war von sechs getöteten amerikanischen Soldaten und fünf Verletzten die Rede gewesen. Nun stellt sich heraus: Es waren weitaus mehr

 12.03.2026

Beirut

Libanon - Wie viele Kriege kann ein Land ertragen?

Der Iran-Krieg hat auch den Libanon mit voller Wucht erfasst. Hunderte Tote, Hunderttausende Vertriebene nach nur einer Woche. Wie halten die Menschen einen nie enden wollenden Kriegszustand aus?

von Amira Rajab  12.03.2026

Teheran

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

Die israelische Regierung hofft auf einen Sturz der iranischen Regierung durch das eigene Volk. Doch der oberste Polizist des Landes warnt potenzielle Demonstranten: »Haben den Finger am Abzug.«

 12.03.2026

Washington D.C./Tel Aviv

Netanjahu-Begnadigung: Trump greift Herzog erneut scharf an

In einem Interview benutzt der Präsident in Zusammenhang mit dem israelischen Staatsoberhaupt auch vulgäres Vokabular

 12.03.2026

Sacramento/Washington D.C.

FBI warnt vor möglichem iranischem Drohnenangriff auf Kalifornien

Die US-Bundespolizei sagt, unbemannte Fluggeräte könnten von einem unbekannten Schiff vor der Küste gestartet werden

 12.03.2026