USA

Geld in letzter Minute

Bei der Amtseinführung am Freitag: US-Präsident Donald Trump und sein Vorgänger Barack Obama Foto: dpa

Kurz vor der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump hat sein Vorgänger Barack Obama der palästinensischen Autonomiebehörde laut amerikanischen Medienberichten 221 Millionen US-Dollar (knapp 206 Millionen Euro) überweisen lassen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf anonyme Quellen im US-Außenministerium, wie die »Times of Israel« meldete.

kongress Demnach soll Obamas Administration dem Kongress wenige Stunden vor Trumps Amtseinführung am Freitagmorgen mitgeteilt haben, dass das Geld überwiesen wird. Mindestens zwei republikanische Abgeordnete sollen versucht haben, den Akt zu verhindern.

Insgesamt soll Obama laut dem Bericht 227 Millionen US-Dollar überwiesen haben, davon vier Millionen für Klimaschutzprogramme und 1,24 Millionen für UN-Organisationen. 2016 haben die USA die palästinensische Autonomiebehörde laut dem Bericht mit 557 Millionen US-Dollar (gut 518 Millionen Euro) unterstützt. Israel habe dagegen 3,1 Milliarden US-Dollar (knapp 2,9 Milliarden Euro) erhalten. ja

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026

Interview

»Sonntagsreden reichen nicht«

Hessens Justizminister Christian Heinz will, dass Aufrufe zur Vernichtung Israels künftig unter Strafe stehen. Wie lässt sich ein solcher Eingriff in die Meinungsfreiheit begründen? Ein Gespräch über Staatsräson, den Schutz jüdischen Lebens und Mehrheiten im Bundesrat

von Joshua Schultheis  18.05.2026

Mailand

Provokantes »Hitler mit Kufiya«-Mural bei israelfeindlicher Demonstration aufgetaucht

Nach Angaben des Künstlers versteht sich die Aktion als Warnung vor wachsender gesellschaftlicher Radikalisierung und der zunehmenden Normalisierung antisemitischer Sprache

 18.05.2026

Washington D.C.

Mutmaßlicher Drahtzieher von Angriffen auf jüdische Einrichtungen vor Gericht

Auch für einen Brandanschlag auf ein jüdisches Restaurant in München soll Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi verantwortlich sein

 18.05.2026

Initiative

Offener Brief jüdischer Organisationen an Berliner Senatorin

Nachdem eine Klage des jüdischen Studenten Lahav Shapira gegen die Freie Universität Berlin für unzulässig erklärt worden ist, fordern jüdische Organisationen eine Gesetzesänderung

 18.05.2026 Aktualisiert

Potsdam

Forscher: Offenheit für AfD wächst trotz mehr Radikalität

Der Extremismusforscher Botsch erklärt, warum die Bereitschaft wächst, die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei zu wählen - ungeachtet ihrer Entwicklung

von Marc-Oliver von Riegen  18.05.2026