An den Unternehmer und entschiedenen Gegner der Nationalsozialisten, Otto Weidt (1883-1947), soll künftig mit einer Gedenktafel in Berlin-Mitte erinnert werden. Die Tafel soll am 9. März zwischen Heidestraße und Otto-Weidt-Platz in Berlin-Mitte enthüllt werden, teilte die Senatskulturverwaltung am Donnerstag in Berlin mit. Unter anderem wird dabei auch die Leiterin des Museums »Blindenwerkstatt Otto Weidt«, Karoline Georg, eine Rede halten.
Der Kleinfabrikant Weidt betrieb laut Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin eine Bürstenwerkstatt. Während des Zweiten Weltkriegs beschäftigte er demnach hauptsächlich blinde und hörbehinderte Juden, die sonst Zwangsarbeit hätten leisten müssen. Für seine von der Deportation bedrohten Angestellten habe Weidt falsche Papiere besorgt und sie, wenn nötig, in seiner Werkstatt versteckt. In der Werkstatt befindet sich heute das Museum »Blindenwerkstatt Otto Weidt«, das von der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand geführt wird. epd