Berlin

Gedenktafel für NS-Gegner Otto Weidt geplant

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt Foto: picture alliance / Joko

An den Unternehmer und entschiedenen Gegner der Nationalsozialisten, Otto Weidt (1883-1947), soll künftig mit einer Gedenktafel in Berlin-Mitte erinnert werden. Die Tafel soll am 9. März zwischen Heidestraße und Otto-Weidt-Platz in Berlin-Mitte enthüllt werden, teilte die Senatskulturverwaltung am Donnerstag in Berlin mit. Unter anderem wird dabei auch die Leiterin des Museums »Blindenwerkstatt Otto Weidt«, Karoline Georg, eine Rede halten.

Der Kleinfabrikant Weidt betrieb laut Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin eine Bürstenwerkstatt. Während des Zweiten Weltkriegs beschäftigte er demnach hauptsächlich blinde und hörbehinderte Juden, die sonst Zwangsarbeit hätten leisten müssen. Für seine von der Deportation bedrohten Angestellten habe Weidt falsche Papiere besorgt und sie, wenn nötig, in seiner Werkstatt versteckt. In der Werkstatt befindet sich heute das Museum »Blindenwerkstatt Otto Weidt«, das von der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand geführt wird. epd

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Genf

USA und Iran pausieren Verhandlungen

Es sind womöglich entscheidende Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Nun ziehen sich beide Seiten jedoch erst einmal zu internen Beratungen zurück

 26.02.2026

Online-Handel

Der »Pali Schal« aus Corona-Zeiten

Der führende Parfüm- und Kosmetikhändler Douglas verkauft seit sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz im Kufiya-Design. Jetzt will das Unternehmen den »Pali Scarf« aus dem Sortiment nehmen

von Sophie Albers Ben Chamo, Michael Thaidigsmann  26.02.2026

Köln

Vorerst nicht gesichert rechtsextrem: AfD gewinnt Eilverfahren

Der Verfassungsschutz muss den Ausgang des Hauptsacheverfahrens abwarten

 26.02.2026 Aktualisiert

Berlin

Messerattacke am Mahnmal: Anklage fordert lebenslange Haft

Ein spanischer Tourist wird am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte von hinten angegriffen und schwer verletzt. Der Täter soll den Ort gezielt gewählt haben. Ein Jahr später ist ein Urteil in Sicht

 26.02.2026

Epstein-Akten

Neuvermessung eines Monsters

Die Dokumente sind wie ein großes Puzzle. Sie räumen mit vielen Legenden auf und zeigen, wer den Aufstieg des millionenschweren Investors und Sexualstraftäters förderte – und davon profitierte

von Lennart Pfahler  26.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  26.02.2026

Genf

WEF-Chef tritt nach Prüfung seiner Epstein-Kontakte zurück

Børge Brende sagt: Dies sei der richtige Zeitpunkt für einen Abgang, damit das Forum seine Arbeit »ohne Ablenkungen« fortsetzen könne

 26.02.2026

Austausch

Gründung des Deutsch-Israelischen Jugendwerks verschoben

Israel habe deutlich gemacht, dass zunächst der bilaterale Jugendaustausch starten solle

 26.02.2026