Berlin

Gedenken an Schauprozess

Bei der Gedenkveranstaltung nahe der Sankt Marienkirche rief Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) dazu auf, heutigen antisemitischen Tendenzen nachdrücklich entgegenzutreten. Foto: imago

An den judenfeindlichen »Hostienschändungsprozess« von 1510 hat der Berliner Bezirk Mitte am Sonntag mit einer Gedenkveranstaltung erinnert. Bei dem Prozess vor 510 Jahren wurden 38 Juden aus Berlin und Brandenburg auf dem Neuen Markt öffentlich verbrannt.

Ihnen wurde die Entehrung geweihter Hostien und Ritualmord von Kindern vorgeworfen. Zudem wurden alle anderen Juden aus der Region vertrieben.

Bei dem Prozess vor 510 Jahren wurden 38 Juden aus Berlin und Brandenburg auf dem Neuen Markt öffentlich verbrannt.

AUFRUF Bei der Gedenkveranstaltung nahe der Sankt Marienkirche sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke), die Erinnerung an das Verbrechen sei weiter notwendig. Er rief dazu auf, den heutigen antisemitischen Tendenzen nachdrücklich entgegenzutreten.

Brandenburgs Kulturstaatssekretär Tobias Dünow (SPD) nannte den Schauprozess ein Beispiel für die lange Tradition des Antisemitismus in Deutschland. Er sei am besten zu bekämpfen, indem die jüdischen Gemeinden gestärkt würden. Deshalb fördere das Land Brandenburg den in Potsdam geplanten Synagogenbau. kna

New York

Wegen Haltung der Demokraten zu Israel: Alan Dershowitz wird Republikaner

Seine bisherige Partei sei zur »antiisraelischsten Partei in der amerikanischen Geschichte« geworden, schreibt der jüdische Jurist

 22.04.2026

New York/London

IAEA-Chef: Iran-Abkommen ohne Kontrolle wertlos

Rafael Grossi warnt vor der »Illusion eines Abkommens« oder um ein Versprechen, dessen Einhaltung niemand sicher feststellen könne

 22.04.2026

London

Beratungen über Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen

Diskutiert werden sollen auch Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region

 22.04.2026

Europäische Union

Keine Mehrheit für Strafmaßnahmen gegen Israel

Vor allem Spanien und Irland hatten vor der Sitzung der Außenminister in Luxemburg Druck gemacht und die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel verlangt. Sie scheiterten erneut

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Krieg

Trump verlängert Feuerpause mit dem Iran

Nur einen Tag zuvor hatte der US-Präsident den Schritt als sehr unwahrscheinlich bezeichnet

 22.04.2026

Waffenruhe

Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln

Seit Tagen steht im Iran-Krieg eine Frage im Fokus: Kommt es zu neuen Verhandlungen in Pakistan? Trump gibt sich optimistisch – auch was eine mögliche Einigung angeht

 21.04.2026

Hessen

Bundesrats-Vorstoß: Leugnung des Existenzrechts Israels bestrafen

Hessen will das Leugnen des Existenzrechts Israels bundesweit unter Strafe stellen. Ein entsprechender Entwurf ist bereits vorbereitet. Er soll im Mai in der Länderkammer in Berlin eingebracht werden

von Christof Bock  21.04.2026

Luxemburg

Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe ist unklar, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der deutsche Außenminister richtet nun einen Appell an Teheran

 21.04.2026