Meinung

Gaza und Gerechtigkeit

Im Talmud (Nidda 14a) heißt es: »Alle Seefahrer sind Gerechte.« Nun soll an dieser Stelle keinesfalls der heiligen Schrift widersprochen werden, doch dürfen angesichts der Erklärungen der jüdischen Passagiere des Motorseglers »Irene« schon Zweifel erlaubt sein. Alles Gerechte? Diese Seefahrer, die von Zypern Richtung Gaza losschipperten und am Dienstag auf Anweisung der israelischen Marine im Hafen von Aschdod festmachten, treten für einen »gerechten Frieden in Nahost« ein. Nach eigenen Angaben wollten sie mit der Aktion provozieren, moralisch statt militärisch. Nun kann es keinesfalls darum gehen, die Aktivisten – darunter Schoa-Überlebende – zu diskreditieren. Nur sollten sich die selbst ernannten Gerechten ein paar kritische Einträge ins Logbuch gefallen lassen: Zum Beispiel, dass es der bessere Kurs wäre, sich um die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen zu kümmern und gleichzeitig auch um die Opfer des Bombenterrors in Sderot, Aschkelon und Umgebung. Und nicht nur der Regierung in Jerusalem Fehler anzukreiden, sondern die islamistischen Diktatoren in Gaza zur Einhaltung der Menschenrechte, Abkehr von Gewalt und Anerkennung Israels zu drängen. Und es wäre mehr als gerecht, eine Flottille zu entsenden, die sich um die Freilassung des von der Hamas verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit bemüht. Also: Alle Mann an Bord und Leinen los!

Erfurt

Kerkeling und Maaßen bei erster Anhörung zu AfD-Verbot dabei

Thüringens AfD mit Björn Höcke an der Spitze gilt als besonders radikal. Ist das der Grund, warum erstmals ein Landesparlament Juristen und einen Promi zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren anhört?

von Simone Rothe  30.09.2026

Luftfahrt

Passagierflugzeug auf Weg nach Tel Aviv setzt Notrufsignal ab

Der Notfallcode »7500« wurde registriert, der auch bei Flugzeugentführungen gesendet wird. Der Vorfall löste einen israelischen Abfangalarm aus. Dann kam eine Entwarnung

 30.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Antisemitische Vorfälle mit islamistischem Hintergrund oft mit Gewalt

Eine neue Analyse von RIAS zeichnet ein alarmierendes Bild

 30.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  29.09.2026

Deutschland

Elif Eralp war Mitglied der linksextremistischen Roten Hilfe

Der Landesverfassungsschutz erwähnt die Rote Hilfe in seinem jüngsten Jahresbericht als mit Abstand größte linksextremistische Organisation in Berlin

 29.09.2026

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026 Aktualisiert

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026