Migration

Gauck: Bei Antisemitismus unter Zuwanderern lange weggeschaut

Joachim Gauck (parteilos, Bundespräsident a.D.) in der ARD-Talkshow ‚Maischberger‘ am 28. November 2023 Foto: picture alliance / Panama Pictures

Nach Ansicht des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck ist Judenhass unter Zuwanderern in Deutschland in der Vergangenheit zu wenig beachtet worden. »Wir haben recht lange, weil wir freundlich sein wollten zu den Zuwanderern, wir haben nicht so genau hingeschaut, was auf den Schulhöfen in Berlin abging«, sagte Gauck am Dienstagabend in der ARD-Sendung »Maischberger«.

»Wir haben auch nicht so genau hingeschaut, wenn vom Kindergarten über Grundschule und andere Ausbildungswege in arabischen Milieus ein praktisch eingeborener Antisemitismus und Antijudaismus gezüchtet wird.« Aus lauter Furcht davor, als politisch inkorrekt zu gelten, habe man nicht so genau hinsehen wollen und Vorfälle zum Teil nicht in Statistiken erfasst.

Joachim Gauck betonte zugleich, dass ihn Antisemitismus unter Deutschen vor dem Hintergrund des Holocaust mehr schmerze. »Das widert mich noch mehr an. Aber Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist immer etwas, was wir bekämpfen müssen.«

Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober registrieren die Sicherheitsbehörden in Deutschland einen erheblichen Anstieg von antisemitischen Straftaten. dpa

Terror

Was an Bord des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv wirklich passierte

Ein Überblick

 30.09.2026

Berlin

Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv: So reagiert Außenminister Wadephul auf den versuchten Terroranschlag

 30.09.2026

Nach Berlin-Wahl

Generalstaatsanwältin: Kriminelle suchen Kontakt zur Politik

Ein Clan-Oberhaupt feiert nach dem Wahlerfolg der Linken mit der Partei. Ein Zufall? Die Chefin der Berliner Staatsanwaltschaften sieht ein typisches Muster

 30.09.2026

Rostock

Internationaler Polizeieinsatz gegen Nazi-Musik

Zahlreiche Polizisten durchsuchen zahlreiche Objekte. Die Beamten sind in mehreren Bundesländern im Einsatz

 30.09.2026

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Saudi-Arabien/Israel

Passagierflugzeug auf dem Weg nach Tel Aviv notgelandet: Was bisher bekannt ist

Ein Überblick

 30.09.2026 Aktualisiert

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  30.09.2026 Aktualisiert

Erfurt

Kerkeling und Maaßen bei erster Anhörung zu AfD-Verbot dabei

Thüringens AfD mit Björn Höcke an der Spitze gilt als besonders radikal. Ist das der Grund, warum erstmals ein Landesparlament Juristen und einen Promi zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren anhört?

von Simone Rothe  30.09.2026

Hessen

Mutmaßlicher IS-Kämpfer festgenommen

In Nordhessen wird ein Mann festgenommen, der für den IS gekämpft haben soll. So lautet der Vorwurf der Bundesanwaltschaft. Jetzt soll ein Richter über die U-Haft entscheiden

 30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 30.09.2026 Aktualisiert