EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Meinung

Fußball: Mullahs, Katar und der Kaiser

Zwei iranische Fußballer werden dafür bestraft, dass sie ihrer Pflicht als Sportler nachgekommen und selbstverständlich im Trikot ihrer Klubs gegen israelische Mannschaften angetreten sind. Nun will das iranische Sportministerium sie aus dem Nationalkader schmeißen.

Sie hätten eine rote Linie der Islamischen Republik überschritten. Schon seit Längerem fordert der Iran von seinen im Ausland aktiven Fußballern vertraglich, einen Einsatz gegen israelische Teams auszuschließen.

Farce Jetzt wird die typische Farce in Gang gesetzt: Anders als das Ministerium lässt Irans Fußballverband verlauten, die Spieler seien gar nicht gesperrt. Wem nun glauben? Die FIFA wird sich an der Aussage des Verbandes orientieren, um keine Sanktionen gegen den Iran erlassen zu müssen. Und wenn die beiden Spieler bei der WM 2018 im Freiheitsparadies Russland nicht auflaufen? Dann natürlich wegen spontaner Verletzungen, wie sie iranische Sportler kurz vor einem Aufeinandertreffen mit israelischen Athleten stets anführen müssen, um sich und ihre Familien vor den Repressalien der Mullahs zu schützen.

Aber was ist schon von der FIFA zu erwarten, die eine WM nach Katar vergibt, wo unter menschenunwürdigen Bedingungen Stadien und Infrastruktur errichtet werden? Da glaubt man doch lieber der legendären Aussage von Kaiser Beckenbauer, es gebe keine Sklaven in Katar, was von der Realität so weit weg war wie die Sonne von der Erde.

Apropos Kaiser und Katar: Der FC Bayern wirbt auf seinen Trikots nun für den Hamad International Airport in Doha. Das bedeutet: Deutschlands bekanntester Verein, dessen berühmtester Präsident Jude war, wirbt für ein Land, das antisemitische Terrororganisationen unterstützt. Man sollte erneut den Kaiser fragen, um sein Gewissen zu beruhigen. Denn der hat im schönen Katar sicherlich ebenso wenig Terroristen mit Kalaschnikows und Sprengstoffgürteln gesehen wie Sklaven in Ketten und mit Büßerkappe. Und bekanntlich ist sein Eindruck vom arabischen Raum sehr realistisch.

Der Autor ist Präsident von Makkabi Deutschland.

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026