Meinung

Fußball macht Frieden

Wenn alles nach WM-Plan läuft, wird es im Nahen Osten ein ruhiger Monat – exakt bis zum 11. Juli. Zwar standen nach dem blutigen Zwischenfall auf dem Mittelmeer mal wieder die arabischen Massen auf und forderten Dschihad und Märtyrertum für Gaza. Doch das war letzte Woche. Und seit vergangenem Freitag gilt: Nationalismus hin, Islamismus her – Vorrang hat der Fußball. Immer, wenn irgendwo ein Wettbewerb großen Kalibers ansteht, beruhigt sich der Kampf ums Heilige Land. Israelische Soldaten und palästinensische Terroristen interessieren sich mehr für die Ereignisse auf dem Spiel- als auf dem Schlachtfeld. Friedensbemühte dürften begrüßen, was islamistische Prediger ganz schlimm finden: Dass die Jugend mehr über die brasilianische Nationalelf als über die engsten Freunde Mohammads weiß, dass sie Spielergebnisse besser auswendig kennt als Koransuren. Messi und Kaka leeren die Moscheen. Die WM packt die Männer da, wo Diplomatie versagt. Vier Wochen Ruhe!

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Midterm-Wahlen

Israels Opposition hofft auf Neustart der Beziehungen zu Amerika

Israels oppositionelle Demokraten freuen sich über den Wahlsieg ihrer US-Parteifreunde und hoffen auf eine künftige Verbesserung der zuletzt angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern

 04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Persischer Golf

Bericht: Vier Tanker in Straße von Hormus durch Minen zerstört

Die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge ist für Schiffe weiterhin gefährlich. Erneut trifft es dort Tanker - und die Umwelt

 04.11.2026

Meinung

Antizionisten als Königsmacher?

Die arabischen Parteien könnten Gadi Eisenkot zu Israels Regierungschef machen. Doch es gibt gewichtige Gründe, die gegen eine Koalition sprechen

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Kommentar

Amerikas Israel-Bild hat sich gedreht

Während die Demokraten immer antizionistischer werden, wenden sich auch die Republikaner von der bedingungslosen Unterstützung Israels ab. Das stellt jüdische Wähler und Politiker vor neue Herausforderungen

von Toby Axelrod  04.11.2026

Israel nach der Wahl

Wahlprüfung in Israel abgeschlossen - Streit geht weiter

Das Wahlkomitee in Israel sieht keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten mit Folgen für das Ergebnis. Dennoch spitzt sich der Streit zwischen der bisherigen Regierung und der Opposition gefährlich zu

 04.11.2026

Meinung

Wenn Kritiker zu Feinden erklärt werden

Der ehemalige Linken-Abgeordnete Andreas Büttner ist entsetzt über die Rhetorik auf dem Berliner Landesparteitag: Wer so redet, wolle nicht mehr überzeugen, sondern ausgrenzen

von Andreas Büttner  04.11.2026

Washington

Republikaner verlieren US-Parlamentswahl deutlich

Donald Trumps Partei muss bei der Kongresswahl eine verheerende Niederlage einstecken. Die US-Wähler rechneten mit der Politik des Präsidenten ab, der nun vor zwei härteren Jahren steht

von Andrej Sokolow  04.11.2026

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026