Judenhass

»Furchtbares, menschenverachtendes Machwerk, eine abstoßendene Geschichte«

Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fordert eine umfassende und sofortige Aufklärung im Fall Aiwanger. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Montag in Berlin unter Berufung auf den Kanzler sagte, geht es zunächst darum, aufzuklären, wer das antisemitische Flugblatt verfasst und verbreitet hat. Dann müsse es gegebenenfalls politische Konsequenzen geben.

Büchner sprach von einem »furchtbaren, menschenverachtenden Machwerk« und von einer »abstoßenden Geschichte«. Für die Aufklärung der Vorwürfe sei Bayerns Landesregierung zuständig, fügte er hinzu.

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte am Samstag Berichte zurückgewiesen, er habe vor mehr als 30 Jahren als Schüler der 11. Klasse ein antisemitisches Flugblatt verfasst. Später meldete sich sein Bruder Helmut Aiwanger zu Wort und erklärte, er habe das Flugblatt verfasst.

Die »Süddeutsche Zeitung« hatte zuvor über das Flugblatt berichtet. Dieses ruft den Angaben zufolge zur Teilnahme an einem Bundeswettbewerb auf: »Wer ist der größte Vaterlandsverräter?« Teilnahmeberechtigt sei »jeder, der Deutscher ist und sich auf deutschem Boden aufhält«. Bewerber sollten sich »im Konzentrationslager Dachau zu einem Vorstellungsgespräch« melden. Als erster Preis wird ausgelobt: »Ein Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz«. epd

Berlin

Mehrjährige Haftstrafen für Hamas-Mitglieder

Die vier Männer sollen für Waffendepots in Europa zuständig gewesen sein

 25.03.2026

Verteidigung

Volkswagen prüft Einstieg in Produktion für Iron Dome

VW will keine Waffen produzieren, erwägt aber die Fertigung von Teilen für das Raketenabwehrsystem in Osnabrück

 25.03.2026

Toronto

Toronto reagiert mit Demo-Beschränkungen auf Antisemitismus

Zur Begründung verweisen die kanadischen Behörden auf eine »veränderte Sicherheitslage« mit »zunehmender Angst in der Bevölkerung«

 25.03.2026

London

Antisemitische Angriffe in Europa - Spur zum Iran?

Angriffe auf Synagogen und jüdische Einrichtungen in europäischen Städten schüren Angst und Sorgen. Die Behörden prüfen Verbindungen zur iranischen Führung - doch Beweise zu finden, ist kompliziert

von Sara Lemel, Jan Mies, Annette Birschel  25.03.2026

Nahost

Galiläa: Frau bei Raketenangriff der Hisbollah getötet

Die Lage im Überblick

 25.03.2026

Nahost

Trump will Krieg beenden, legt Iran 15-Punkte-Plan vor

Im Forderungskatalog steht auch ein Ende der Unterstützung von Terrororganisation in der Region durch das Mullah-Regime

 25.03.2026

Berlin

Das Teheraner Regime und die AfD loben Steinmeiers Kritik am Krieg

Der Bundespräsident nennt den Iran-Krieg völkerrechtswidrig. Irans Regime findet das erwartungsgemäß gut. Doch in Deutschland stößt das Staatsoberhaupt auf Widerspruch

 25.03.2026

Berlin

Zentralratspräsident widerspricht Steinmeier zum Iran-Krieg

Der Bundespräsident hält den Iran-Krieg für völkerrechtswidrig. Dafür erntet das Staatsoberhaupt Widerspruch von Josef Schuster

 25.03.2026

Berlin

DIG wirft Steinmeier »grobe Verkennung der Bedrohung durch Iran« vor

Die Ausführungen des Bundespräsidenten zum Krieg gegen das Mullah-Regime bezeichnet DIG-Präsident Volker Beck als »ein Dokument deutscher, schlaumeierischer Besserwisserei«

 25.03.2026