Zentralrat der Juden

Für Streichung des Begriffs »Rasse«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes/Zentralrat der Juden

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich für eine Streichung des Begriffs »Rasse« aus der Verfassung ausgesprochen.

»Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten eigentlich weitsichtig und klug gehandelt, als sie die Ächtung des Rassismus ins Grundgesetz aufnahmen«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Dienstag der Katholischen Nachirchten-Agentur (KNA) in Berlin. »Doch sie waren in ihrer Sprache von der damaligen Zeit geprägt.«

benachteiligung Den Begriff »Rasse« solle man heutzutage in Bezug auf Menschen vermeiden und daher diesen Terminus aus dem Grundgesetz streichen, so Schuster weiter. Allerdings dürfe dadurch keine Lücke entstehen. Eine Benachteiligung aus rassistischen Gründen müsse geächtet bleiben.

»Entsprechend könnte Artikel 3 umformuliert werden: statt ‚Rasse‘ könnte es ‚rassistische Gründe‘ heißen. Das würde dem Geist des Grundgesetzes entsprechen und wäre ein wichtiges Signal in der heutigen Zeit.«

Derzeit diskutieren die Parteien eine Änderung von Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes. Dort heißt es: Niemand dürfe »wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse« benachteiligt oder bevorzugt werden. kna

New York

NYPD stoppt Direktvergabe an israelischen Überwachungstechnik-Hersteller

Linke Politiker und Aktivisten aus dem Umfeld von Bürgermeister Zohran Mamdani hatten den geplanten Kauf eines Ortungssystems kritisiert

 29.10.2026

Straßburg/Prag

Europarat warnt vor zunehmendem Antisemitismus in Tschechien

Sowohl die Zahl als auch die Schwere der Judenhass-Vorfälle nimmt zu

 29.10.2026

Berlin

Elif Eralp wird von Terrorunterstützern bedroht

Ein internes Schreiben belegt: Die Linken-Politikerin hat Angst von Hamas-Sympathisanten

 29.10.2026

Dubai

Verletzter »Fly Dubai«-Pilot für Rettung von Passagieren geehrt

Dem auf einem Flug nach Tel Aviv attackierten und schwer verletzten Kapitän geht es inzwischen besser. In den Vereinigten Arabischen Emirate wurde er nun für seinen Einsatz ausgezeichnet

 29.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden: Linke lässt sich von Vanessa Emde auf der Nase herumtanzen

Josef Schuster: »Solange Positionspapiere nicht von konkreten personellen Konsequenzen auf jeder Ebene begleitet werden, nehme ich der Linken ihr Bekenntnis zum Kampf gegen Antisemitismus nicht ab«

von Imanuel Marcus  29.10.2026

Washington D.C.

Medien: Vance lotet mit Teheran Chance auf Verhandlungen aus

Berichten zufolge bereiten die USA und Israel neue Militärschläge gegen den Terrorsponsor Iran vor. Nun soll es neue Bemühungen um eine diplomatische Lösung geben

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Brüssel

EU setzt nach Wahl in Israel auf enge Zusammenarbeit

Nach der Parlamentswahl in Israel stehen Verhandlungen über die nächste Regierung an. Die EU will mit ihr zusammenarbeiten – und zugleich bestehende Meinungsverschiedenheiten offen ansprechen

 28.10.2026

Meinung

Alice Weidel und die AfD-Leaks

Einer Partei, in deren Reihen NS-Verbrechen relativiert werden, dürfen der Schutz jüdischen Lebens und die Pflege der Erinnerungskultur niemals anvertraut werden.

von Michaela Dudley  28.10.2026