Meinung

Frauenquote? Fast erfüllt!

Mehr Frauen in den Aufsichtsrat, in kirchliche Leitungsämter und Führungsetagen großer Unternehmen! Die Forderung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU) ist nicht neu, aber immer wieder berechtigt. Frauen müssen doppelt so gut, fünfmal intelligenter und tausendfach kompetenter sein als Männer, wenn sie im Kampf um vordere Positionen mithalten wollen. Das glauben viele – selbst die Frauen. Aber es stimmt nur in eingeschränktem Maße. Die jüdische Gemeinschaft macht es vor. 30 Prozent Frauen in Führungsgremien? Bitte sehr: Drei von neun Präsidiumsmitgliedern im Zentralrat sind jetzt weiblich. Bei den Gemeinden sieht es ähnlich aus. Denn hier sind Kompetenzen wie Verbindlichkeit, Stressresistenz, Durchsetzungsvermögen und auch die Fähigkeit, mehrere Tätigkeiten zur gleichen Zeit durchzuführen, gefragt. Die Leistung einer Minderheit, eine Mehrheit von Zuwanderern zu integrieren, hat bewiesen, wozu vor allem Frauen fähig sind. Auch wenn in der jüdischen Community noch nicht alles Gold ist, was glänzt. Zur Nachahmung ist dieser Ansatz allemal empfohlen.

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

9. November

Bautzen erinnert an Novemberpogrome 1938

Der Bautzener Kornmarkt war Schauplatz der Novemberpogrome von 1938. Eine temporäre Installation soll am authentischen Ort an NS-Opfer erinnern

 13.10.2026

Großbritannien

Premier Burnham: Iran steckt hinter geplantem Angriff auf US-Militärbasis

Mehrere Männer werden verdächtigt, einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt in Großbritannien geplant zu haben. Nun sagt der britische Premier: Das waren die iranischen Revolutionsgarden

 13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Sachsen-Anhalt

So instrumentalisiert die AfD den Eklat von Halle

AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider geriert sich als Opfer »fanatisierter Studenten«. Eine Einordnung

von André Anchuelo  12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Berlin

Merz fordert SPD und Grüne auf, nicht mit Linken zu koalieren

Gibt es in Berlin eine rot-rot-grüne Koalition? Der Kanzler appelliert an SPD und Grüne

 12.10.2026

Kommentar

Vereint unter dem Dach eines Rechtsextremen

Der Verleger Jürgen Elsässer hat die Fraktionen von AfD und BSW für ein Kennenlernen in sein Magdeburger TV-Studio eingeladen. Dabei soll es auch um eine strategische Zusammenarbeit gegangen sein

von Ralf Fischer  12.10.2026