Ruhr-Uni Bochum

Forscher wollen Polizei für Umgang mit Antisemitismus wappnen

In der Ausbildung der Staatsbediensteten wird bislang kaum auf den Umgang mit Antisemitismus vorbereitet. Foto: imago images/Rupert Oberhäuser

Ein interdisziplinäres Forscherteam will Mitarbeiter im Schul- und Polizeidienst auf den Umgang mit Antisemitismus vorbereiten. Die Wissenschaftler entwickeln einen Lehrplan für die Ausbildung künftiger Polizisten und Lehrer, wie die Ruhr-Universität Bochum am Donnerstag mitteilte.

Darin soll es neben Wissen über Antisemitismus auch um Möglichkeiten der Intervention gehen. Das Projekt unter Leitung der Bochumer Geschichtsdidaktikerin Nicola Brauch wird ab Oktober für vier Jahre vom Bundesforschungsministerium gefördert.

In der Ausbildung der Staatsbediensteten werde bislang kaum auf den Umgang mit kritischen Vorfällen und Präventionsarbeit vorbereitet, erklärte Brauch. »Historisches Orientierungswissen bleibt träge, wenn es sich nicht mit Wissen über gegenwärtige Erscheinungsformen von Antisemitismus verbindet.«

Diese Verbindung scheine vielen Lehrkräften und Polizisten im Alltag schwer zu fallen. Das Projektteam werde daher neben einem Lehrplan auch ein Argumentationstraining für besagte Gruppen erarbeiten.

An dem Verbundprojekt »Empowering Police Officers and Teachers in Arguing Against Antisemitism« (EMPATHIA) nehmen laut Angaben unter anderem Experten aus Tübingen, Bielefeld und Berlin teil. Praxispartner des Projekts kommen aus der Zivilgesellschaft sowie aus der Polizei- und Lehrerbildung. kna

Frankfurt am Main

Aufruf zu Großdemonstration gegen Judenhass

Anlass des Aufrufs ist eine kürzlich in Frankfurt abgehaltene israelfeindliche Demo, auf der der palästinensische Terror verherrlicht wurde

 31.07.2026

Berlin

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Im Gaza-Konflikt gibt es angeblich eine Einigung: Die Hamas soll ihre Waffen abgeben, Israel seine Truppen aus dem Küstenstreifen abziehen. Die Bundesregierung sendet positive Signale

 31.07.2026

Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas. Eine andere palästinensische Terrororganisation bezeichnet Berichte darüber als unzutreffend

 31.07.2026

Berlin/Tel Aviv

Constantin Schreiber verlässt Axel Springer

Der frühere »Tagesschau«-Sprecher Constantin Schreiber berichtete seit September 2025 für die Publikationen von Axel Springer aus Tel Aviv. Zum Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen

 31.07.2026

New York

NGO fordert Amtsenthebung von Bürgermeister Mamdani

Die Organisation »End Jew Hatred« macht dem New Yorker Bürgermeister in einer Petition schwere Vorwürfe, darunter seine Drohungen gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

 31.07.2026

Washington D.C./Gaza

Trump verkündet Einigung über nächste Gaza-Phase – Hamas soll Entwaffnung akzeptiert haben

Der amerikanische Präsident sieht einen »gewaltigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit«

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026