Meinung

Forsch, forscher – ausgeforscht

Licht und Wahrheit verspricht das Wappen der Yale-Universität Foto: JA

Im Jahr 2006 wurde an der Yale University, einer amerikanischen Elite-Universität, ein Institut für Antisemitismusforschung gegründet. Jetzt wurde bekannt, dass die »Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism«, kurz YIISA genannt, Ende des Monats ihre Tätigkeit einstellen wird. Die offizielle Begründung: YIISA habe zu wenige Studenten angezogen, außerdem habe das Institut nicht genug akademische Publikationen hervorgebracht. Der inoffizielle, also wahre Grund dafür, dass der Stecker gezogen wird, dürfte aber wohl eher eine Konferenz sein, die das Institut im vergangenen August abgehalten hat.

Blogger Jene Konferenz dauerte drei Tage, beschäftigte viele Koryphäen aus aller Welt, fand ein gewaltiges Medienecho – kurz gefasst: Es handelte sich um einen durchschlagenden Erfolg. Wo lag also das Problem? Es ging damals auch um Antisemitismus unter Muslimen. Linke Blogger drehten deshalb vor Wut schier durch, und ein Vertreter der PLO verlangte, die Universität solle sich von der Konferenz distanzieren, da sie »Hass säe« und Araber ebenfalls Semiten seien. Es ist eine Schande, dass die Hochschule jetzt diesem Druck nachgegeben hat. Zumal sie damit eine unrühmliche Tradition fortsetzt: 1933 verwehrten die Honoratioren der Uni einem Rabbi, gegen den deutschen Antisemitismus zu protestieren, während Delegationen von italienischen Faschisten auf dem Campus selbstverständlich willkommen waren. Ein Skandal, gestern wie heute.

Spannungen

Israelischer Angriff in Syrien heizt Streit mit Türkei an

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind seit langem angespannt. Nun sorgt ein mutmaßlich israelischer Luftangriff in Syrien für Streit. Was ist passiert?

 19.08.2026

London

Britische Grüne hegen in internen Chats Gewaltfantasien gegen »Zionisten«

In der Chat-Konversation finden sich zudem Äußerungen, die sich pauschal gegen britische Juden richten. Eine Organisation, die sich gegen Judenhass einsetzt, prüft rechtliche Schritte

 19.08.2026

Nahost

Iran droht bei neuem Krieg mit Angriffen auf US-Ziele in Europa

Das Mullah-Regime könnte Angriffe auf US-Militärstützpunkte und andere amerikanische Einrichtungen sowie die kritische Infrastruktur befehlen

 19.08.2026

Washington D.C.

USA sanktionieren Präsidentin des Strafgerichtshofs

Die US-Regierung erhöht mit Sanktionen den Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof - diesmal auch gegen die Präsidentin

 19.08.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon prüft nach Iran-Krieg kleinere US-Militärpräsenz am Golf

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob ein Teil der bislang am Golf stationierten Soldaten abgezogen und weiter westlich positioniert werden könnte

 19.08.2026

Meinung

Im Zweifel für das Narrativ?

Die »tageszeitung« (taz) veröffentlichte einen Beitrag eines Deutsch-Palästinensers, der nicht nur unrichtige Aussagen enthält, sondern eine sehr fragwürdige Erzählung propagiert

von Michael Thaidigsmann  18.08.2026

Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Der Iran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen im Abkommen mit den USA. Ein Professor sagt, US-Präsident Donald Trump könne sich nicht still zurückziehen

 18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Wiesbaden

Hessen verbietet Verein Palästina e.V.

Sechs Objekte durchsucht, 35 Polizisten im Einsatz: Mit diesem Vereinsverbot geht Hessens Innenministerium gegen antisemitische Propaganda vor

 18.08.2026