Bildung

Förderung für zehn Projekte zu NS-Verbrechen

Das RAW-Gelände beherbergte früher das Reichsbahn-Ausbesserungswerk, in dem während der NS-Zeit zahlreiche Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden. Das Areal in Berlin-Friedrichshain beherbergt heute zahlreiche Kultur- und gastronomische Einrichtungen. Foto: picture alliance / dpa

Mit dem Förderprogramm »Jugend erinnert engagiert« sollen zehn Projekte zur Aufarbeitung der Geschichte von NS-Verbrechen gefördert werden. Insgesamt werden dafür rund 500.000 Euro bereitgestellt, wie Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Vorhaben richten sich an Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende.

Die geförderten Projekte verteilen sich auf mehrere Bundesländer.

In Berlin soll beispielsweise die NS-Zwangsarbeit auf dem bekannten RAW-Gelände beleuchtet werden. NS-Verbrechen und Jugend sollen im Rahmen von »Ländliche Orte - Verdrängte Geschichten« in Sachsen-Anhalt aufgearbeitet werden. Der Jugendclub Courage Köln e.V. will im Gremberger Wäldchen vergessenen Verbrechen nachgehen.

Die Projekte seien von einer unabhängigen Jury ausgewählt worden und sollen ein breites Spektrum der Opfergruppen im nationalsozialistischen Deutschland widerspiegeln. Getragen werden die Vorhaben den Angaben zufolge etwa von Jugendorganisationen, Betroffenenverbänden oder lokalen Bildungsstätten. epd

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Islamismus

Tagesspiegel: FDP-Politikerin soll Unbeteiligten nach CSD-Anschlag fälschlich verdächtigt haben

Der zu Unrecht Verdächtigte heißt ebenfalls Abdul und erhielt nach eigenen Angaben etliche Drohungen

 29.07.2026

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus auf Höchststand seit mehr als drei Jahrzehnten

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026