Berlin

Festnahmen nach israelfeindlicher Demonstration in Berlin

Seit dem 7. Oktober muss die Berliner Polizei immer öfter auf Judenhass reagieren. Foto: picture alliance/dpa

Bei einer Demonstration von Terrorunterstützern in Berlin ist es nach Polizeiangaben zu zahlreichen Straftaten gekommen. Zwölf Personen seien im Zusammenhang mit dem Aufzug am Sonntagabend im Bezirk Neukölln festgenommen worden, teilte die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst X mit.

Anlass der Demonstration war die vereinbarte Waffenruhe im Nahostkonflikt. Eine solche hatten israelfeindliche Demonstranten noch vor wenigen Monaten gefordert. Inzwischen wird auf entsprechenden Kundgebungen wieder zu mehr Terror gegen Israel aufgerufen.

Lesen Sie auch

Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

Aus einer Menge von mehreren hundert Personen seien vereinzelt verbotene antisemitische Parolen skandiert und Pyrotechnik gezündet worden, hieß es. Medienvertreter seien beleidigt und in ihrer Arbeit behindert worden. Die Beamten mussten Zwangsmaßnahmen einsetzen, auch um eine Gegendemonstrantin zu schützen.

Auf dem Hermannplatz wurden den Angaben zufolge gegen mehrere Personen Platzverweise ausgesprochen und teilweise wegen Nichtbefolgung durchgesetzt. Nach einem »Kooperationsgespräch« mit der Einsatzleitung der Polizei habe die Versammlungsleiterin am Südstern die Kundgebung vorzeitig kurz vor 20 Uhr beendet.

Die Polizei war mit 170 Beamten vor Ort. Bis zu 350 Terrorunterstützer nahmen an der Demonstration teil. Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, des tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte und der schweren Körperverletzung, wurden eingeleitet. epd/ja

Berlin

Tödliche Ignoranz

Der Attentäter vom Christopher Street Day war Islamist. Doch manchen fällt es schwer, die Hintergründe der Mordtat konkret zu benennen. Sie kennen nur Reflexe

von Ralf Balke  30.07.2026

Berlin

Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus

Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf

 30.07.2026

Interlochen (Michigan)

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein im Umfeld einer US-Kunstschule

Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten des Finanzinvestors

 30.07.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt

Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days wird die Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt. Die Ereignisse hätten die Lage »drastisch verändert«, so die Veranstalter

 30.07.2026

Berlin

Früherer Verfassungsrichter gegen AfD-Verbotsverfahren

Die AfD könnte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt womöglich eine absolute Mehrheit erreichen. Hans-Jürgen Papier ist aber gegen ein Verbotsverfahren

 30.07.2026

Jerusalem

Bericht nennt Einzelheiten des jüngsten Treffens von Trump und Netanjahu

Nach dem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten beim US-Präsidenten berichtet »The Times of Israel« über ihr Gespräch im Weißen Haus

 30.07.2026

Nahost

USA nehmen Angriffe auf Iran wieder auf

Nach Angaben des amerikanischen Militärs richteten sich die Einsätze gegen zahlreiche Ziele der iranischen Revolutionsgarden

 30.07.2026

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026