Berlin

Festnahmen bei propalästinensischer Demonstration in Neukölln

Immer wieder finden auf dem Hermannplatz israelfeindliche Proteste statt: Kundgebung im Mai 2021 Foto: imago images/Achille Abboud

Vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes haben am Mittwochabend rund 200 Menschen in Berlin-Neukölln unter dem Motto »#SaveSheikJarrah#FreeGaza« demonstriert. Die Stimmung sei »stark emotionalisiert« gewesen, teilte die Berliner Polizei am Donnerstag mit.

Die Teilnehmer hätten sich teilweise nicht an die Hygieneschutzmaßnahmen gehalten. Nach mehreren vergeblichen Aufforderungen an die Demonstranten, die Hygieneregeln einzuhalten, habe es Freiheitsbeschränkungen bei 14 Personen sowie sechs vorläufige Festnahmen gegeben.

»Versuche des Einwirkens durch die Versammlungsleitung blieben ohne Erfolg, auch Durchsagen der Polizei, davon auch mehrere in arabischer Sprache, blieben von Teilen der Versammlungsteilnehmenden unbeachtet«, erklärte die Polizei. Auf die Durchsagen sei teilweise mit polizeifeindlichen Sprechchören reagiert worden.

Nachdem auch das gezielte Ansprechen von Menschen, die sich nicht an die vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen hielten, ohne Erfolg verlief, habe die Polizei Einzelpersonen aus der Versammlung geholt.

Dabei sei es seitens einzelner Teilnehmer zu Straftaten wie Widerstand, Tätlichen Angriff, Gefangenenbefreiung und Beleidigung gekommen. Die Polizei habe gegen 20 Personen Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. Zwei Polizeibeamte seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden. epd

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