Berlin

Festnahmen bei Anti-Israel-Demos

Anti-Israel-Demo am Mittwoch vor dem Axel-Springer-Gebäude Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

In Berlin hat die Polizei am Mittwoch erneut gegen Personen vorgehen müssen, die an anti-israelischen Demonstrationen teilnahmen, auf denen der Terror der Hamas unterstützt wurde. Sie waren für Angriffe und andere Vergehen verantwortlich.

In einem Polizeibericht ist von vier Versammlungen mit einem »thematischen Bezug zum andauernden Nahostkonflikt« die Rede, die hätten »geschützt« werden müssen. Von 165 Polizeibeamten, die sich in diesem Zusammenhang im Einsatz befanden, wurden drei leicht verletzt.

Zwang angewendet

Nach einer »störungsfreien« Kundgebung mit dem Titel »Solidarität mit Palästina« am Rathaus Neukölln kam es zu einem Protest gegen die Konferenz »Joint Perspectives: A German-Israeli Summit«, zu deren Teilnehmern auch Bundesjustizminister Marco Buschmann gehörte. Mehrere Demonstranten legten sich während der Veranstaltung an der Kreuzung Axel-Springer-/Ecke Rudi-Dutschke-Straße auf die Fahrbahn.

Da sie sich weigerten, sich an einen Ort zu begeben, den die Polizei ihnen zugewiesen hatte, mussten die Beamten Zwang anwenden. Zwölf Teilnehmer dieser Spontan-Demonstration mit dem Titel »Stoppt die Finanzierung des Genozids« wurden vorübergehend festgenommen.

Später kamen nach einem entsprechenden Aufruf in den sozialen Medien 50 Menschen zu einem Flashmob mit dem Titel »Free Palestine« am Axel-Springer-Gebäude an derselben Kreuzung zusammen. Auch sie weigerten sich, einen Platz auf dem Gehweg aufzusuchen, der ihnen zugewiesen wurde. 230 Personen waren beteiligt.

Neun Strafverfahren

Hier kam es zu verbotenen Ausrufen, darunter »From the river to the sea, Palestine will be free«. Auch waren polizeifeindliche Parolen zu hören. Zehn Teilnehmer wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizeibeamten vor Ort leiteten am Mittwoch insgesamt neun Strafverfahren ein. Die Vorwürfe: tätlicher Angriff auf Polizisten, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefangenenbefreiung, Beleidigung sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Hinzu kamen zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren. im

Diplomatie

Großes Zögern

Das iranische Regime unterdrückt die Proteste im eigenen Land brutal. Doch Brüssel und Berlin erhöhen den Druck nur langsam

von Michael Thaidigsmann  21.01.2026

Meinung

Jugendwerk endlich gründen

Seit vielen Jahren wird immer wieder betont, wie wichtig die Institutionalisierung des deutsch-israelischen Jugendaustauschs wäre. Höchste Zeit, die Idee in die Tat umzusetzen

von Joshua Schultheis  21.01.2026

Meinung

Liebe Iraner, wir fühlen mit euch!

Als Israelin wünscht sich unsere Autorin nichts mehr, als dass das brutale Regime in Teheran bald fällt. Ein offener Brief an die mutigen Menschen im Iran

von Sabine Brandes  21.01.2026

Berlin

Ahmed Abed: Nominierung der Linken sorgt für scharfe Kritik

Beim Neuköllner Kreisverband der Linkspartei sei Antisemitismus kein Randphänomen mehr, sagt Remko Leemhuis, der Direktor des AJC Berlin

von Imanuel Marcus  21.01.2026

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Berlin

Taglit für alle

Junge Führungskräfte sollen Israel entdecken – unabhängig von Religion und Herkunft. Der frühere israelische Staatspräsident Reuven Rivlin wirbt in Berlin für das Projekt »The Way Shalom«

 21.01.2026

Nairobi

Wadephul betont zu Trumps »Friedensrat« Bedeutung der UN

Die Welt schaut auf Davos und neue Pläne von US-Präsident Trump zur Konfliktlösung. Der deutsche Außenminister äußert sich weit entfernt in Kenia - und sieht Fragen offen

 21.01.2026

Judenhass

Bayern plant Exmatrikulation von Störern an Unis

Wer dauerhaft den Hochschulbetrieb in Bayern stört, soll künftig leichter herausgeworfen werden dürfen

 21.01.2026

Berlin

Wegner empfängt Kulturdelegation aus Tel Aviv

Im Zentrum des Treffens standen laut Staatskanzlei die weitere Vertiefung der kulturellen Beziehungen

 21.01.2026